Skandal in Argentinien: Bestatter macht Selfie mit Leiche von Diego Maradona
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Skandal in ArgentinienBestatter macht Selfie mit Leiche von Diego Maradona

Der Bestatter Diego Molina posiert mit dem leblosen Körper von Diego Maradona und löst damit einen Aufschrei aus. Molina wird fristlos entlassen, Maradonas Anwalt schwört Rache.

von
Lucas Orellano
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Die Fussballlegende Diego Maradona ist am 25. November 2020 gestorben.

Die Fussballlegende Diego Maradona ist am 25. November 2020 gestorben.

Action Images via Reuters
Die Justiz in Argentinien hat seinen Leibarzt Leopoldo Luque formell der fahrlässigen Tötung beschuldigt.

Die Justiz in Argentinien hat seinen Leibarzt Leopoldo Luque formell der fahrlässigen Tötung beschuldigt.

Getty Images
Die Obduktion ergab, dass der 60-Jährige an einem Herzversagen in Verbindung mit einer Herzmuskelerkrankung und einem akuten Lungenödem starb.

Die Obduktion ergab, dass der 60-Jährige an einem Herzversagen in Verbindung mit einer Herzmuskelerkrankung und einem akuten Lungenödem starb.

Getty Images

Darum gehts

  • Diego Molina schoss am Sarg von Diego Maradona ein Selfie.

  • Das Entsetzen ist gross.

  • Der Bestattungs-Mitarbeiter wurde entlassen. Ihm wurden rechtliche Schritte angedroht.

Ein Mitarbeiter eines argentinischen Bestattungsunternehmens leistete sich eine äusserst geschmacklose Aktion. Diego Molina schoss kurzerhand ein Foto mit dem leblosen Körper von Diego Maradona und verschickte es über Whatsapp. Dies berichtet die argentinische Zeitung «Minuto Rioja». Der Aufschrei ist gross. Auf dem Foto ist zu sehen, wie der Mitarbeiter die Fussball-Legende am Kopf berührt und mit der anderen Hand das Daumen-Hoch-Zeichen macht.

Der Besitzer des Bestattungsunternehmens entschuldigte sich bei den Angehörigen Maradonas. Gemäss Informationen von «Minuto Rioja» wurde Molina fristlos entlassen. Nun droht ihm ein rechtliches Nachspiel. Matias Morla, der Anwalt von Diego Maradona, schrieb auf Twitter: «Diego Molina ist der Mistkerl, der am Sarg von Diego Maradona ein Foto gemacht hat. Für das Andenken an meinen Freund werde ich nicht ruhen, bis er für diese Entgleisung bezahlt hat.»

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Karriere von Maradona (1960-2020) in Bildern
Karriere von Maradona (1960-2020) in Bildern

Am 30. Oktober 1960 kommt Diego Armando Maradona als fünftes von acht Kindern zur Welt. Die Familie lebt im Armenviertel Villa Fiorito in Buenos Aires, der kleine Diego spielt bald Fussball wie kein anderer und bekommt deshalb seinen Spitznamen: El Pibe de Oro - der Goldjunge. Als Junior bleibt Maradona mit seiner Mannschaft einmal 136 Spiele in Folge ohne Niederlage, mit 15 debütiert er für die Argentinos Juniors in der höchsten argentinischen Liga.

Foto: Twitter
Maradona ist in Südamerika schon zweimal zum Fussballer des Jahres gewählt worden, als er mit 20 zu den Boca Juniors wechselt. Die Ablösesumme soll vier Millionen Dollar betragen - dazu werden sechs Spieler von Boca zu den Argentinos Juniors transferiert.

Maradona ist in Südamerika schon zweimal zum Fussballer des Jahres gewählt worden, als er mit 20 zu den Boca Juniors wechselt. Die Ablösesumme soll vier Millionen Dollar betragen - dazu werden sechs Spieler von Boca zu den Argentinos Juniors transferiert.

Foto: Imago
Ein gutes Jahr spielt er im Grossclub der argentinischen Hauptstadt. Danach wechselt Maradona 1982 zum FC Barcelona. Die Ablösesumme beträgt nun 7,3 Millionen Dollar - Rekord. In Katalonien erlebt er allerdings keine sehr glückliche Zeit. In der ersten Saison fällt Maradona wegen einer Hepatitis-Erkrankung länger aus. In der zweiten Saison erleidet er bei einem rüden Foul einen Bruch im Sprunggelenk. In zwei Saison gewinnt er mit Barcelona einen Pokal - im spanischen Cup.

Ein gutes Jahr spielt er im Grossclub der argentinischen Hauptstadt. Danach wechselt Maradona 1982 zum FC Barcelona. Die Ablösesumme beträgt nun 7,3 Millionen Dollar - Rekord. In Katalonien erlebt er allerdings keine sehr glückliche Zeit. In der ersten Saison fällt Maradona wegen einer Hepatitis-Erkrankung länger aus. In der zweiten Saison erleidet er bei einem rüden Foul einen Bruch im Sprunggelenk. In zwei Saison gewinnt er mit Barcelona einen Pokal - im spanischen Cup.

Foto: Keystone

Unklar ist, wer an der Geschmacklosigkeit alles beteiligt war. Auf Twitter tauchten noch weitere Aufnahmen auf, mit zwei weiteren Mitarbeitern des Bestattungsunternehmens. «Ewige soziale Verachtung für diese drei Söhne der Scheisse: Diego Molina, Claudio Fernández, Ismael Fernández. Wenn du die Fotos zugeschickt bekommst, schick sie nicht weiter. Sei nicht auch ein Scheisskerl.»

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