30.08.2015 14:52

Zürich Openair 2015Beste Alternative zur Streetparade

Am Zürich Openair 2015 folgte ein musikalisches Highlight auf das andere. Das Publikum musste manchmal etwas zu seinem Tanzglück gezwungen werden.

von
Laszlo Schneider
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Farbenfroh ist es am ZOA 2015

Farbenfroh ist es am ZOA 2015

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Die Vlogger Olivia und Laszlo in bester Festival-Laune.

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Stevan Bukvic / Tilllate.com
Die Festival-Frisur sitzt.

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Am vergangenen Samstag endete mit dem Zürich Openair 2015 das letzte grosse Schweizer Festival. Die Besucher wurden nicht enttäuscht: Mit Alt-J und den Libertines am Mittwoch sowie Kasabian und Paul Kalkbrenner am Samstag boten die Veranstalter ein Line-Up, das landesweit seinesgleichen sucht.

Vor allem war es aber am Freitag die deutsche Reggae-Dancehall-Combo Seeed, bei deren Auftritt das verwöhnte Zürcher Publikum beinahe zum Tanzen gezwungen wurde. Die Folk-Bands Mighty Oaks und Bear's Den sorgten ausserdem für ein kleines bisschen Woodstock in Rümlang.

Perfekte Alternative zur Streetparade

Am Samstag, dem letzten Openair-Abend, sorgten Kasabian noch einmal für Gänsehautstimmung – auch wenn Frontsänger Tom Meighan (34) mit dem Zürcher Enthusiasmus nicht ganz so zufrieden war. Immer wieder forderte er das Publikum auf, sich noch mehr zu bewegen und noch lauter zu jubeln; seine Wünsche wurden erhört. Damit bereitete die Elektro-Rock-Band perfekt den grossen Auftritt von Techno-Grösse Paul Kalkbrenner (38) vor, der mit all seinen grossen Hits ein perfektes Alternativ-Programm zur Streetparade bot.

Insgesamt ist den Veranstaltern ein äusserst stimmiges Openair gelungen. Besonders ins Auge stach den Besuchern die neue Gelände-Aufteilung sowie das einheitliche Design sämtlicher Stände und Bühnen. Auch das im Vorhinein viel bemägelte Cashless-System funktionierte einwandfrei.

Verhaltene Zürcher

Einziger Knackpunkt war das doch sehr verhaltene Publikum, mit dem sowohl die Libertines als auch Kasabian nicht so recht klarkamen. das sorgte dafür, dass nie wirklich Festival-Stimmung aufkommen konnte. Vielen war wohl auch ihr Styling à la Coachella wichtiger als das eigentliche Festival, das musiktechnisch wohl für die grössten Highlights des Openair-Sommers sorgte.

Die Veranstalter zeigten sich höchst zufrieden. In einer Medienmitteilung verkündeten sie über 60'00 Besucher. Ausserdem gab es keine nennenswerte Gewaltdelikte. Starticket, verantwortlich für das Cashless-System vermeldete überdies über eine halbe Million getätigte Transaktionen.

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