Bestrafung der Verantwortlichen der Darfur-Krise
Aktualisiert

Bestrafung der Verantwortlichen der Darfur-Krise

Grossbritannien und die USA haben dem Weltsicherheitsrat eine Liste mit den Namen von vier Sudanesen vorgelegt, gegen die wegen ihrer Rolle im Darfur-Konflikt Sanktionen verhängt werden sollen.

Wenn kein Mitglied des Sicherheitsrates bis Montag Einspruch erhebt, können die Sanktionen, darunter das Einfrieren der Konten der betreffenden Personen sowie Einreiseverbote, in Kraft treten. Bis dahin sollen die Namen auf der Liste nicht öffentlich gemacht werden, wie der britische UN-Botschafter Emyr Jones Parry am Mittwochabend mitteilte.

Es wären die ersten Sanktionen des Sicherheitsrates gegen Verantwortliche für die Darfur-Krise, der in den vergangenen drei Jahren 180 000 Menschen zum Opfer gefallen sind. Zwei Millionen Menschen wurden zu Flüchtlingen, als von der Regierung unterstützte Milizen einen Aufstand in Darfur niederschlugen.

Eine UN-Kommission forderte im vergangenen Jahr, dass 51 Personen wegen Kriegsverbrechen angeklagt werden sollten, darunter ranghohe Regierungsmitglieder aus Khartum. Bis zum Mittwoch konnte sich der Weltsicherheitsrat jedoch nicht auf eine Liste einigen. Russland erklärte, die vier Namen studieren zu wollen und möglicherweise Einwände zu erheben, weil die Liste den brüchigen Friedensprozess gefährden könnte. (dapd)

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