Neue Nutzung: Besucher wollen im Bärengraben baden
Aktualisiert

Neue NutzungBesucher wollen im Bärengraben baden

Während sich die Bären im Bärenpark langsam in den Winterschlaf begeben, werden kritische Besucherstimmen über die Nutzung des alten Grabens laut.

von
Nathalie Jufer

Den Bären scheint es in ihrem Zuhause zu gefallen und auch die Besucher sind erfreut über die Vergrösserung des Geheges, wie eine Umfrage von Schülern der Wirtschaftsmittelschule Bern zeigt.

Die Besuche des Bärenparks werden als interessant und erholsam wahrgenommen und die Gäste sind grundsätzlich zufrieden. In der Nutzung des alten Bärengrabens jedoch sehen 95 Prozent der befragten Personen Verbesserungspotenzial. An kreativen Ideen für eine alternative Nutzung fehlt es nicht. So würden über ein Drittel der Befragten den Graben für Konzerte nutzen. Weitere Vorschläge sind etwa ein Grillpark, eine Kletterwand, ein Swimmingpool oder ein Skatepark.

Auch Politiker teilen die Meinung der Besucher. CVP-Stadträtin Beatrice Wertli: «Der grosse Bärengraben eignet sich sicher dazu, die Attraktivität des Parks zu erhöhen.» Sie sieht beispielsweise im Gastrobereich Potenzial. FDP-Stadträtin Jaqueline Gafner Wasem richtet sich gar mit einer Anfrage zur Nutzung des Grabens an den Gemeinderat. Und auch FDP-Stadtrat Alexandre Schmidt meint: «Das Potenzial des Bärenparks ist erst zur Hälfte ausgeschöpft.» In einem ersten Schritt könnte etwa der Zugang zum Graben attraktiver gestaltet werden.

Bären bereit für Winterschlaf

Der Winter lässt nicht mehr lange auf sich warten. Im Berner Bärenpark ist man bereit: «Finn, Björk, Ursina und Berna haben sich genug Körperfett angefressen, um gut zu überwintern», sagt die kana­dische Bärenforscherin Else Poulsen. Sie kümmert sich schrittweise um die Zusammenführung der Berner Bären. Alle Mutzen würden nun mehr Zeit in ihren Höhlen verbringen, was man gut über die Webcam des Bärenparks mitverfolgen könne. «Die Wärter haben einen super Job gemacht, indem sie den Bären neben Nestmaterial auch Spielzeug und Äste zum Kauen gaben.» Letztere seien sehr wichtig im Kampf gegen Parasiten im Verdauungstrakt. Falls die Besucher an Wintertagen trotzdem einen Bären zu Gesicht bekommen sollten, soll sie das nicht beunruhigen: «Dass sie ab und zu rausgehen, um sich die Füsse zu vertreten, ist völlig normal», so Poulsen.

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