Strandfestwochen Rorschach : Besucher wurde geraten, in den See zu pinkeln
Aktualisiert

Strandfestwochen Rorschach Besucher wurde geraten, in den See zu pinkeln

Grosser Ärger für einen Leser-Reporter: Er besuchte am Freitag die Strandfestwochen in Rorschach – und fand keine Toiletten. Er solle in den See pinkeln, hiess es. Nun reagierte der Veranstalter.

von
juu
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Ein junger Leser-Reporter besuchte am Freitag die Strandfestwochen in Rorschach SG.

Ein junger Leser-Reporter besuchte am Freitag die Strandfestwochen in Rorschach SG.

Cyrill Schlauri
Essen und Trinken gab es, doch leider keine Toiletten.

Essen und Trinken gab es, doch leider keine Toiletten.

Cyrill Schlauri
Laut dem Mann wurde ihm von Standbetreibern gesagt, dass sie selbst keine Ahnung hätten, wo die Toiletten seien – er solle doch in den See pinkeln.

Laut dem Mann wurde ihm von Standbetreibern gesagt, dass sie selbst keine Ahnung hätten, wo die Toiletten seien – er solle doch in den See pinkeln.

Cyrill Schlauri

«An den Strandfestwochen in Rorschach werden Getränke und Essen verkauft, es spielt Live-Musik. Es ist wie ein kleines Openair-Fest. Jedoch bietet sich für die rund 500 bis 800 Personen beim Durchgehen keine Toiletten-Möglichkeit», berichtet ein Leser-Reporter 20 Minuten. Weder Standbetreiber noch Sicherheitsleute hätten gewusst, wo sich eines befindet.

«Auf Nachfrage wurde mir vom Personal gesagt, dass das nächste WC der See sei», so der Mann. Das sei doch vor allem für Frauen «katastrophal». Jemand anderes verwies ihn dann an das WC am Bahnhof. Dort habe man jedoch Schlange stehen müssen, um den Schlüssel dafür zu erhalten und um 23 Uhr sei es ohnehin geschlossen gewesen. Für ihn ist klar: «Geld verdienen an teuren Getränken und Speisen reicht einfach nicht für ein gelungenes Fest.»

«So viele Besucher waren nicht geplant»

Veranstalter der Strandfestwochen, die vom 1. bis 12. August in Rorschach stattfinden, ist Dario Aemisegger. Auf Anfrage sagt er: «Wir waren selbst überrascht. So viele Besucher waren nicht geplant.» Am Freitag, 3. August seien rund viermal so viele Menschen gekommen wie erwartet. «Wir hatten die ToiToi-Installation erst für Samstag geplant», gibt Aemisegger zu. Er versichert aber, dass nun genügend sanitäre Anlagen vorhanden seien: «Übers Wochenende stehen acht ToiTois zur Verfügung. Unter der Woche sind zwei Häuschen und vier Pissoirs aufgebaut.» Zudem habe er veranlasst, dass bei den fest installierten WC-Häusern längere Öffnungszeiten gelten.

Auf Anfrage bei der Stadt Rorschach heisst es, dass ein Veranstalter verpflichtet ist, genügend WC-Container bereitzustellen. Eine konkrete Zahl könne man aber nicht nennen. Es liege im Ermessen des Veranstalters, angesichts der erwarteten Besucher zu bestimmen, was angemessen sei. Bei vorherigen Events in Rorschach, etwa dem Sandskulpturenfestival, seien zu wenige Sanitäranlagen noch nie ein Problem gewesen.

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