Antwerpen - Besuchsverbot für Stammbesucherin wegen «Affäre» mit einem Schimpansen
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AntwerpenBesuchsverbot für Stammbesucherin wegen «Affäre» mit einem Schimpansen

Ein belgischer Zoo greift hart durch und sanktioniert eine Jahresabonnement-Inhaberin, weil ihretwegen ein Schimpanse von der Gruppe ausgegrenzt wird.

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Dieses Schimpansen-Männchen hat es einer Besucherin des Zoos in Antwerpen angetan. 

Dieses Schimpansen-Männchen hat es einer Besucherin des Zoos in Antwerpen angetan.

Facebook/Zoo Antwerpen
 Adie Timmermans: «Ich liebe dieses Tier und er liebt mich. Ich habe nichts anderes.» 

Adie Timmermans: «Ich liebe dieses Tier und er liebt mich. Ich habe nichts anderes.»

YouTube/De Telegraaf
Die beiden haben sichtlich Spass. 

Die beiden haben sichtlich Spass.

YouTube/De Telegraaf

Darum gehts

  • Adie Timmermans geht hauptsächlich wegen des Affenhauses in den Zoo von Antwerpen.

  • Auf Bitte der Zoobetreiber soll sie dieses aber nicht mehr besuchen.

  • Timmermans ist alles andere als erfreut über die Bitte des Zoos.

Das Herz von Adie Timmermans ist gebrochen. Seit mehreren Jahren ist die Belgierin schon Stammbesucherin im Zoo Antwerpen. Der Hauptgrund dafür ist das Affenhaus. Das hat es ihr nämlich besonders angetan. Nun soll sie dieses auf Bitte des Zoobetreibers nicht mehr besuchen. Doch was treibt die Betreiber zu dieser drastischen Massnahme? Ist Frau Timmermans doch jahrelange Stammkundin des Zoos.

Sie hatte ein enges Band zu einem Schimpansen-Männchen namens Chita aufgebaut. Jede Woche kam Adie vorbei und spielte mit ihrem haarigen Freund an der grossen Glasfläche am Rande des Geheges. Doch das war einmal. Jetzt haben die Betreuer Timmermans nahegelegt, sich fernzuhalten.

«Ich liebe dieses Tier und er liebt mich. Ich habe nichts anderes. Warum wollen sie mir das wegnehmen?», klagt die Frau nun unter Tränen im belgischen Regionalsender ATV. «Wir haben ein Verhältnis, das muss ich schon sagen. Viele Dutzende von Besuchern dürfen Kontakt mit ihm haben. Warum also nicht ich?»

Von seinen Artgenossen nicht mehr akzeptiert

«Natürlich sind wir froh, wenn sich unsere Besucher so mit unseren Tieren verbunden fühlen, doch das Wohl der Tiere hat hier oberste Priorität», erklärte Kuratorin Sarah Lafaut in Folge gegenüber «Radio 2 Antwerpen».

Der Rest der Schimpansen würde den bereits 39 Jahre alten Chita nämlich durch seinen intensiven Kontakt aus der Gruppe ausschliessen. Zwar sei er in Gesellschaft von Adie Timmermans glücklich, doch die anderen Schimpansen würden Chita dann auch abseits der Besuchszeiten ignorieren – er sei deshalb den grössten Teil des Tages einsam und habe kein Sozialleben mehr.

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(heute.at/fos)

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