Betagte Menschen als Opfer von Trickdieben
Aktualisiert

Betagte Menschen als Opfer von Trickdieben

Sie geben sich zuvorkommend und hilfsbereit. Dann bestehlen sie betagte, arglose Menschen. Die Innerschweizer Polizei warnt vor fiesen Ost-Banden.

Letzten Dienstag in Luzern: Eine 80-jährige Frau bezieht 2000 Franken am Bancomaten. Kurz darauf ist sie nicht nur ihr Geld los, sondern auch ihre Kontokarte und den Pass.

Zwei Wochen zuvor bezog ein 80-jähriger Mann in Horw gar 7000 Franken aus dem Automaten. Keine 30 Meter weiter vorne befindet sich die Post, wo er Einzahlungen machen wollte. Doch das Geld war vorher weg und mit ihm die Kontokarte. Ähnlich erging es einer Frau, die ein paar Tage zuvor in Luzern 4000 Franken bezogen hatte.

Sie alle wurden Opfer von perfiden Dieben aus Osteuropa: Gut gekleidet treten diese in der Regel zu zweit auf, oft als Ehepaar. «In mehreren Fällen haben sie die Leute mit einer Flüssigkeit, etwa Senf, bespritzt», sagt Simon Kopp von den Luzerner Strafuntersuchungsbehörden. Während eine Person Hilfe anbietet und den Fleck wegputzt, räumt der Komplize die Taschen des Opfers aus.

Aufgrund der Häufung der Fälle sind die Zentralschweizer Polizeikorps jetzt erstmals mit einer Informations-Broschüre an die Alters- und Pflegeheime der Region gelangt. Sie raten den Bancomat-Benützern dringend, sich nie von Fremden ablenken zu lassen.

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