Kalt erwischt: Betancourt sah sich schon als Nobelpreis-Trägerin
Aktualisiert

Kalt erwischtBetancourt sah sich schon als Nobelpreis-Trägerin

Die Verleihung des Friedens-Nobelpreises an Martti Ahtisaari hat der franko-kolumbianischen Politikerin Ingrid Betancourt offenbar einen Dämpfer verpasst: Sie hatte bereits eine Pressekonferenz als Nobelpreisträgerin angekündigt.

Die im Sommer aus den Händen von Rebellen befreite Betancourt hatte schon eine Pressekonferenz für den Fall organisiert, dass sie am Freitag als Preisträgerin bekannt gegeben würde. Diese sollte am Mittag im Pariser Nobelhotel Le Meurice stattfinden.

Das Solidaritätsbündnis «Agir avec Ingrid» («Mit Ingrid handeln»), das sich jahrelang für ihre Freilassung eingesetzt hatte, schickte den Medien vorab eine Presseerklärung, die im Falle des Falles veröffentlicht werden sollte.

«Das Nobelpreiskomitee richtet eine starke Botschaft an die Geiselnehmer und Terroristen, die ungestraft mit der Freiheit jedes menschlichen Wesens spielen, indem es den Nobelpreis an Ingrid Betancourt vergibt», hiess es in der nun hinfälligen Erklärung, aus der «Le Parisien» am Freitag trotz Sperrfrist zitierte.

Rebellen der linksgerichteten FARC hatten die damalige Präsidentschaftskandidatin in den kolumbianischen Dschungel verschleppt; im Juli kam die 47-jährige Grünen-Politikerin frei und kehrte in ihre Wahlheimat Frankreich zurück.

(sda)

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