Aktualisiert 19.08.2009 08:09

SchifffahrtBeteiligung an Kapitalerhöhung der URh

Die Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) kommt in ruhigere Fahrwasser: Der Kanton Schaffhausen will sich an der nötigen Kapitalerhöhung mit 575 000 Franken beteiligen. Der Thurgau hat bereits Unterstützung signalisiert, falls Schaffhausen mitzieht.

Die Schaffhauser Kantonsregierung hat am Dienstag für den Kantonsrat eine Kreditvorlage verabschiedet. Die URh, an der die Kantone Thurgau und Schaffhausen sowie eine Vielzahl von Gemeinden beteiligt sind, ist in finanzielle Schieflage geraten.

Sie ist Mitglied der Pensionskasse ASCOOP, zu der weitere 150 Tourismus- und Bahnunternehmen gehören. Die ASCOOP entpuppte sich vor einigen Jahren als völlig unterfinanziert.

Um sie zu sanieren, müssen die Mitglieder namhafte Beträge nachzahlen. Das wiederum brachte die kleine URh in Schwierigkeiten, die jährlich etwa 400 000 Passagiere zwischen Schaffhausen und Kreuzlingen/Konstanz befördert.

Die URh erarbeitete ein schrittweises Sanierungskonzept. Nach einem ersten Schritt erliessen Schaffhausen und der Thurgau dem Unternehmen Schulden in Höhe von insgesamt 2,25 Mio. Franken.

Dann setzte die Generalversammlung 2009 das Aktienkapital um die Hälfte von 2,24 Mio. Franken auf 1,12 Mio. Franken herunter. Damit steht das für die Sanierung der Pensionskasse benötigte Kapital weitgehend zur Verfügung.

Im dritten Schritt muss das Unternehmen wieder die notwendige Liquidität erhalten. Dafür soll das Aktienkapital 2010 auf 3,36 Mio. Franken erhöht werden. Der Thurgau hat bereits signalisiert, dass er die Kapitalerhöhung mitträgt, fall Schaffhausen das auch tut.

Gleichzeitig wird die jährliche Abgeltung für die Leistungen der URh von 225 000 auf neu 300 000 Franken erhöht. Der Kanton Schaffhausen zahlt davon 106 000 Franken. (sda)

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