Aktualisiert 08.09.2009 21:48

WindenergieBeteiligung an Windpark in der Nordsee?

Nach Zürich will auch Winterthur vermehrt auf Windenergie setzen: Der Stadtrat möchte sich an einem grösseren Windpark in der Nordsee beteiligen. Er beantragt dem Grossen Gemeinderat, einem entsprechenden Kredit von 4,5 Mio. Franken zuzustimmen.

Beim Windpark handelt es sich um das Grossprojekt «Ocean Breeze», das von einer deutschen Firma entwickelt und gebaut wird, wie der Stadtrat am Montag mitteilte. Geplant sind 80 Windturbinen mit einer Leistung von 400 Megawatt (MW), was dem jährlichen Energieverbrauch von rund 400'000 Haushalten entspricht.

Die Beteiligung Winterthurs diene mit dazu, die städtische Stromversorgung langfristig und klimaschonend zu sichern, heisst es zur Begründung des Vorhabens. Der Beitrag Winterthurs am Nordsee- Projekt würde einer Turbinenleistung von 2 MW entsprechen.

An «Ocean Breeze» sind verschiedene Stadtwerke aus Deutschland Österreich und der Schweiz beteiligt. Der Betrieb soll Ende 2010 aufgenommen werden.

Da in der Nordsee optimale Windverhältnisse herrschen, geht die Stadtregierung davon aus, dass die Anlage wirtschaftlich betrieben werden kann. Zudem profitiere «Ocean Breeze» für die nächsten 16 Jahre von der deutschen Einspeisevergütung für Windstrom.

Auch Zürich setzt auf Windenergie

Auf den klimafreundlichen Windstrom setzt auch die Stadt Zürich. So hatten die Stimmberechtigten im vergangenen Mai einen Rahmenkredit von 200 Millionen Franken für neue Windenergieanlagen im In- und Ausland bewilligt.

Mit diesem Geld kann das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) den Anteil an Windstrom in den nächsten Jahren kontinuierlich ausbauen. Ziel ist, bis 2018 jährlich 100 bis 200 Gigawattstunden Windstrom zu beziehen. Dies würde drei bis sechs Prozent der heutigen Stromabgabe entsprechen. (sda)

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