Betontüre zum Verlies
Aktualisiert

Betontüre zum Verlies

Josef Fritzl hat unter dem Haus in Amstetten ein Gefängnis mit allem drum und dran gebaut. Bevor man das Verliess betreten kann, muss man durch fünf Räume, die alle verschlossen werden können. Die Tür zum Verliess ist betoniert und elektronisch gesichert.

von
Jeremias Büchel

Die Brandschutztüre vor dem Verliess ist mit Beton gegossen worden und verfügt über eine elektronische Schaltung. Die Türe kann mittels Fernsteuerung geöffnet werden. Dies teilte das Landeskriminalamt Niederösterreich an einer Pressekonferenz heute Nachmittag mit. Bevor man zur schweren Tür kommt, muss man durch fünf Räume, die alle mit Zylinderschlösser abgeschlossen werden können. Fritzl hat das Verlies laufend ausgebaut.

Im Verliess befinden sich ein Kühlschrank, ein Tiefkühler und eine Waschmaschine. Offenbar hat Fritzl vorgesorgt, falls ihm etwas geschehen solle. Laut Sprecher der österreichischen Polizei lag auch Werkzeug bereit, damit sich die Gefangenen Familienmitglieder notfalls selber hätten befreien können. Ob das wirklich so möglich gewesen wäre, ist Gegenstand der Untersuchungen der Polizei.

Die Geräte konnten alle von einem Mann ins Verliess gebracht werden. Dies hat die Polizei überprüft.

Spekulationen um Mord am Mondsee

Vor zehn Jahren wurde die Leiche von Martin Poschl am Ufer des Mondsees gefunden. Laut der Sendung ZIB2 des ORF war Fritzl zur Tatzeit in der näheren Umgebung. Der Fall wird nun neu aufgerollt.

Über den Verbleib der Familienmitglieder ist an der Pressekonferenz wenig neues bekannt gegeben worden. Gestern «feierten »die Familienmitglieder und Betreuer den Geburtstag des 12-jährigen Opfers Alexander.

Die Biographie des 73-jährigen Täters ist weiterhin unscharf. Der 14-fache Vater arbeitete nach seiner Pensionierung als Immobilienhändler und als Gastronom.

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