Aktualisiert 03.03.2011 10:23

ChileBetreiber war schuld am Minenunglück

69 Tage mussten die verschütteten Kumpel in Chile unter der Erde ausharren. Nun scheint die Schuldfrage geklärt.

Die Hauptverantwortung für das Unglück in einer Mine im chilenischen San José, aus der vor Weihnachten 33 Kumpel nach mehreren Wochen gerettet worden sind, trägt der Betreiber. Zu diesem Schluss kommt eine chilenische Untersuchungskommission.

Es gebe eine «klare Verantwortung der Arbeitgeber und Manager» der Mine, die eine «würdige und sichere» Arbeit garantieren müssten, erklärte Bergbauminister Laurence Golborne am Mittwoch (Ortszeit) in Santiago de Chile. Er berief sich dabeu auf den noch nicht veröffentlichten Bericht einer parlamentarischen Untersuchungskommission.

Durch dieses Loch müssen sie durch

Demnach wird aber auch die nationale Behörde für Geologie und Bergbau wegen mangelnder Kontrollen und Sanktionen mitverantwortlich gemacht. Die Behörde müsse daher reformiert und verstärkt werden, sagte Golborne laut Medienberichten.

In der Mine San José in der chilenischen Atacama-Wüste waren 33 Bergleute 69 Tage lang eingeschlossen gewesen. Mitte Oktober konnten sie in einer spektakulären Aktion aus rund 700 Metern Tiefe gerettet worden. (sda)

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