804 Tage Haft - Betrogene Ehefrau lässt sich nach Gefängnisaufenthalt im Iran scheiden
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804 Tage HaftBetrogene Ehefrau lässt sich nach Gefängnisaufenthalt im Iran scheiden

Über zwei Jahre lang war Kylie Moore-Gilbert im Iran inhaftiert. Ihr Ehemann begann in dieser Zeit eine Affäre, sie zog einen Schlussstrich.

von
Angela Rosser
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Die 33-jährige Kylie Moore-Gilbert sass zwei Jahre im Iran im Gefängnis.

Die 33-jährige Kylie Moore-Gilbert sass zwei Jahre im Iran im Gefängnis.

Department of Foreign
Ihr jetziger Ex-Mann betrog sie mit ihrer Arbeitskollegin Kylie Baxter.

Ihr jetziger Ex-Mann betrog sie mit ihrer Arbeitskollegin Kylie Baxter.

AFP

Darum gehts

  • Kylie Moore-Gilbert verbrachte zwei Jahre in einem iranischen Gefängnis.

  • Ihr Mann betrog sie mit einer Kollegin von der Universität.

  • Auf Twitter verkündete Moore-Gilber nun ihre Scheidung

Die im Winter 2020 nach 804 Tagen Haft in einem iranischen Gefängnis freigelassene Kylie Moore-Gilbert teilte auf Twitter mit, dass sich ihr Beziehungsstatus offiziell geändert hat. «Vergib mir diese irrelevante persönliche Ankündigung liebes Twitter, aber…. meine Damen und Herren, ich bin offiziell geschieden! Zeit für etwas Chardonnay», schrieb die 33-Jährige.

Grund für die Scheidung ist die Affäre ihres Mannes Ruslan Hodorov. Nachdem seine Frau ein Jahr im Iran hinter Gittern sass, betrog er sie mit Dr. Kylie Baxter – einer Arbeitskollegin seiner Ehefrau an der Universität. Während sich ihr Mann mit der neuen Frau vergnügte, wurde Moore-Gilbert in einer winzigen Zelle bei eisigen Temperaturen festgehalten und war psychischer Folter ausgeliefert.

Während sie ihren Mann verteidigte, betrog er sie mit ihrer Kollegin

Kylie Moore-Gilbert habe einen immensen Schock erlitten, als sie von dem Betrug ihres Mannes erfuhr. Sie selbst verteidigte ihren Mann noch vom Gefängnis aus und weigerte sich, ihren Kidnappern zu helfen, ihren Mann in den Iran zu locken, wie «Dailymail» berichtet

Die australische Islam-Wissenschaftlerin Dr. Kylie Moore-Gilbert wurde im September 2018 im Iran von der nachrichtendienstlichen Einheit der Iranischen Revolutionsgarden gefangen genommen. Grund für die Reise in den Iran war eine wissenschaftliche Konferenz, zu der sie als Referentin eingeladen worden war. Nach ihrer Festnahme wurde sie zu zehn Jahren Haft wegen Spionage verurteilt. Iranische Behörden setzten sich für ihre Freilassung ein, wenn sie sich im Gegenzug als Spionin hätte rekrutieren lassen, was Moore-Gilbert jedoch ablehnte. Am 25. November kam die 33-Jährige im Rahmen eines Gefangenenaustauschs frei.

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