Aktualisiert

Betrogene Ukrainer strömen nach Kiew

In der Ukraine weitet sich der Protest gegen die von Fälschungsvorwürfen überschattete Präsidentenwahl aus. Am Dienstagmorgen erreichten zahlreiche Busse aus der West- und Zentralukraine die Hauptstadt.

Etwa 2000 Menschen hatten in der Nacht bei Temperaturen unter null Grad friedlich auf dem Unabhängigkeitsplatz ausgeharrt.

Sie errichteten Zelte auf der eleganten Hauptstrasse Chreschtschatyk und sperrten sie symbolisch ab, nachdem der geschlagene Reformkandidat Viktor Juschtschenko vor einem Einsatz der Sicherheitskräfte gewarnt hatte.

Generalstaatsanwaltschaft und Innenministerium hatten zuvor angekündigt, jede Gesetzesüberschreitung schnell und mit Nachdruck zu ahnden. Die Sicherheitsdienste, in deren Namen die Erklärung ebenfalls abgegeben worden war, distanzierten sich allerdings wenig später davon.

Am Montag hatte die Wahlleitung mitgeteilt, dass der amtierende Regierungschef Viktor Janukowitsch nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmzettel uneinholbar vorn liege. Daraufhin gratulierte der russische Präsident Wladimir Putin telefonisch dem vom Kreml unterstützten Kandidaten zum Wahlsieg.

(sda)

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