Die Microsoft-Falle: Betrüger attackieren im Januarloch
Aktualisiert

Die Microsoft-FalleBetrüger attackieren im Januarloch

Neben Firmen sind zurzeit wieder Privathaushalte im Visier von Internet-Kriminellen. Die Anrufer geben sich als Microsoft-Support aus und versuchen, Zugriff auf fremde Computer zu erlangen.

von
dsc
Falsche Microsoft-Angestellte versuchen derweit wieder, Ahnungslosen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Falsche Microsoft-Angestellte versuchen derweit wieder, Ahnungslosen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Mitten im Januarloch rollt eine neue Angriffswelle von Telefon- und Internetbetrügern über die Schweiz. Dabei haben die Kriminellen offenbar auch Privathaushalte im Visier. Dies zeigen Meldungen von Betroffenen, die sich am Freitag bei 20 Minuten Online gemeldet haben.

Die Masche ist immer die gleiche: Der Anrufer gibt sich als hilfsbereiter Mitarbeiter des Microsoft-Supports aus und versucht das Opfer dazu zu bringen, eine Software auf dem eigenen Computer zu installieren. Nur so könne man einen bösen Virus wieder löschen.

Die Unbekannten, die aus einem Callcenter irgendwo im Ausland anrufen, gehen ziemlich dreist vor. Eine Schweizerin schildert, wie ihr Vater gleich mehrmals angerufen worden sei. Der Anrufer habe nach ihrem Vater gefragt, sie selbst sei nicht im Telefonbuch eingetragen. Während mehrerer Minuten habe der Mann hartnäckig versucht, sie zum Aufrufen einer bestimmten Website zu bringen. Es handle sich um ein «Riesenproblem», das nur mit einem über das Internet heruntergeladenen Programm gelöst werden könne. Ohne Erfolg.

Die Callcenter-Banden

Da der Anruf mit unterdrückter Rufnummer erfolgte, liess sich der Urheber nicht bestimmen. Die Frau vermutet, dass aus einem Callcenter in Asien aus angerufen wurde. Der Mann habe Englisch mit Akzent gesprochen, im Hintergrund seien andere Telefonierende zu hören gewesen.

Solche Angriffsversuche sind nichts Neues. 20 Minuten Online hat mehrfach darüber berichtet. Die Callcenter-Banden klappern die Regionen systematisch ab. Dabei dürften sie auf die Kontaktinformationen aus Online-Telefonbüchern zurückgreifen.

Die Fachstelle des Bundes, MELANI, hat wiederholt vor falschen Microsoft-Mitarbeitern gewarnt. Ein Sicherheitsberater von Microsoft Schweiz erklärte, dass das Unternehmen niemals telefonisch mit Besitzern von angeblich infizierten Computer in Verbindung treten würde.

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