Aus der Nachbarschaft - Betrüger geben sich als Ärzte aus und fordern Geld für Corona-Medikament
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Aus der NachbarschaftBetrüger geben sich als Ärzte aus und fordern Geld für Corona-Medikament

Mit sogenannten «Schockanrufen» bei zahlreichen Personen nahe der Grenze zur Schweiz versuchten Betrüger in den letzten Tagen in Deutschland gutgläubige Menschen um ihr Geld zu bringen. Die Polizei gibt Tipps.

von
Michel Eggimann
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Landkreise Sigmaringen, Ravensburg und dem Bodenseekreis, 22.04.2021: Die Polizei warnt vor Betrügern, die sich am Telefon als Ärzte ausgeben. In den letzten Tagen seien in den grenznahen Landkreisen in Deutschland mehrere Personen kontaktiert worden. Die Betrüger haben jeweils behauptet, ein Angehöriger oder eine Angehörige sei an Covid-19 erkrankt und die einzige Rettung sei ein über 20’000 Franken teures Medikament. Erfolg hatten sie laut der Polizei in den bekanntgewordenen Fällen nicht. (Symbolbild)


Landkreise Sigmaringen, Ravensburg und dem Bodenseekreis, 22.04.2021: Die Polizei warnt vor Betrügern, die sich am Telefon als Ärzte ausgeben. In den letzten Tagen seien in den grenznahen Landkreisen in Deutschland mehrere Personen kontaktiert worden. Die Betrüger haben jeweils behauptet, ein Angehöriger oder eine Angehörige sei an Covid-19 erkrankt und die einzige Rettung sei ein über 20’000 Franken teures Medikament. Erfolg hatten sie laut der Polizei in den bekanntgewordenen Fällen nicht. (Symbolbild)

20min/Celia Nogler
Singen (D), 20.04.2021: Ein «optisch massiv vom Serienzustand» abgehobener BMW ist Beamten des Verkehrsdienstes Mühlhausen-Ehingen aufgefallen und wurde einer Kontrolle unterzogen. Der Wagen wurde dem TÜV vorgeführt, um die Veränderungen und Manipulationen gutachterlich festzuhalten. Es wurden umfangreiche Veränderungen am Fahrzeug festgestellt, die zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führten.  Wegen der Summe der Mängel und der Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit wurden die Kennzeichen sowie die Zulassungsbescheinigung eingezogen. «Der Wagen sieht zwar eindrucksvoll aus, durfte so verändert aber nie am Strassenverkehr teilnehmen», schreibt die Polizei Konstanz dazu auf Facebook. Der 25-jährige Lenker muss nun mit einer Anzeige sowie einer hohen Busse rechnen.

Singen (D), 20.04.2021: Ein «optisch massiv vom Serienzustand» abgehobener BMW ist Beamten des Verkehrsdienstes Mühlhausen-Ehingen aufgefallen und wurde einer Kontrolle unterzogen. Der Wagen wurde dem TÜV vorgeführt, um die Veränderungen und Manipulationen gutachterlich festzuhalten. Es wurden umfangreiche Veränderungen am Fahrzeug festgestellt, die zum Erlöschen der Betriebserlaubnis führten. Wegen der Summe der Mängel und der Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit wurden die Kennzeichen sowie die Zulassungsbescheinigung eingezogen. «Der Wagen sieht zwar eindrucksvoll aus, durfte so verändert aber nie am Strassenverkehr teilnehmen», schreibt die Polizei Konstanz dazu auf Facebook. Der 25-jährige Lenker muss nun mit einer Anzeige sowie einer hohen Busse rechnen.

Polizei Konstanz
Au (A), 19.04.2021: Bei Arbeiten einer Baufirma im Bregenzerwald kam es zu einem Unfall. Ein Arbeiter nahm einen Schraubenzieher, um bei einer Verrohrung zu überprüfen, ob sich darin bereits Leitungskabel befanden. Ein Teil des Schraubenziehers brach ab und blieb in seinem Augapfel stecken. Der Mann wurde ins Landeskrankenhaus Feldkirch geflogen. 

Au (A), 19.04.2021: Bei Arbeiten einer Baufirma im Bregenzerwald kam es zu einem Unfall. Ein Arbeiter nahm einen Schraubenzieher, um bei einer Verrohrung zu überprüfen, ob sich darin bereits Leitungskabel befanden. Ein Teil des Schraubenziehers brach ab und blieb in seinem Augapfel stecken. Der Mann wurde ins Landeskrankenhaus Feldkirch geflogen.

20Minuten/Leo Butie Symbolbild

Darum gehts

  • In den letzten Tagen mehrten sich in grenznahen deutschen Landeskreisen Betrugsvorfälle.

  • Anrufer gaben sich als Ärzte aus und wollten an Bargeld kommen.

  • In den bekanntgewordenen Fällen blieb die Masche laut der Polizei erfolglos.

«Die dreisten Anrufer gaben sich als Ärzte aus und behaupteten am Telefon, dass ein Angehöriger oder eine Angehörige schwer an Covid-19 erkrankt sei und dringend Hilfe benötige», so das Polizeipräsidium Ravensburg in einer Medienmitteilung. Die falschen Ärzte hätten dann gesagt, die einzige Rettung sei ein über 20’000 Franken teures Medikament.

«Um dem ganzen Nachdruck zu verleihen, stellten sie im Hintergrund des Telefonats teilweise sogar Geräusche eines vermeintlich röchelnden Patienten nach.» Gemeldet wurden solche Anrufe in den grenznahen Landkreisen Bodenseekreis, Ravensburg und Sigmaringen. Glücklicherweise ging in keinem der bekanntgewordenen Fälle eine kontaktierte Person auf die perfide Masche ein.

Tipps der Polizei

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang nochmals ausdrücklich: «Sollten Sie auch einen solchen Anruf erhalten, legen Sie auf. Ein Arzt würde Sie niemals anrufen und zur schnellen Überweisung von Geld auffordern. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.» Informationen zu Betrugsmaschen und wie man sich schützen kann, gibt es im Internet auf der Seite der polizeilichen Kriminalprävention.

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