Aktualisiert 05.02.2017 15:52

Phishing-MailsBetrüger ködern mit Steuerrückerstattung

Mails im Namen der Schweizerischen Eidgenossenschaft versprechen die Rückzahlung von Steuern. Es ist eine fiese Masche um an Daten zu kommen.

von
jen
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Diese Mail hat D.K. am Samstagabend, 04.02.17, erhalten. Betrüger versuchen derzeit im Namen der Schweizerischen Eidgenossenschaft an persönliche Daten zu gelangen, in dem sie eine Steuerrückerstattung von 313 Franken versprechen.

Diese Mail hat D.K. am Samstagabend, 04.02.17, erhalten. Betrüger versuchen derzeit im Namen der Schweizerischen Eidgenossenschaft an persönliche Daten zu gelangen, in dem sie eine Steuerrückerstattung von 313 Franken versprechen.

Leser-Reporter/D.K.
Das Bundesamt für Polizei (fedpol) hat Kenntnis von der Betrugsmasche und rät Betroffenen: «Das angehängte Formular sollte keinesfalls geöffnet und ausgefüllt werden», sagt Sprecherin Maret Cathy. Zudem sollte das Mail gelöscht werden.

Das Bundesamt für Polizei (fedpol) hat Kenntnis von der Betrugsmasche und rät Betroffenen: «Das angehängte Formular sollte keinesfalls geöffnet und ausgefüllt werden», sagt Sprecherin Maret Cathy. Zudem sollte das Mail gelöscht werden.

Leser-Reporter/A.G.

D.K.* rieb sich verwundert die Augen, als er am Samstagabend eine E-Mail der Schweizerischen Eidgenossenschaft in seinem Postfach entdeckte: Darin stand, dass er einen Anspruch auf eine Steuererstattung von 313.73 Franken habe. Dem Mail angehängt ein Formular, in welchem der Empfänger persönliche Daten angeben muss — unter anderem auch die Kreditkartennummer und deren Sicherheitscode.

«Auf den ersten Blick wirkte das Mail ziemlich echt. Es war sogar mit dem Logo der schweizerischen Eidgenossenschaft versehen», sagt der Leserreporter. Doch beim zweiten Hinschauen wurde er skeptisch: «Es hat viele Schreibfehler und war nicht direkt an mich gerichtet», sagt K.

Zudem habe er sich gedacht, dass er bisher noch nie in dieser Form eine Steuerrückerstattung erhalten hat. «Natürlich habe ich das Formular nicht ausgefüllt und sofort alle meine Bekannten darüber informiert», so K.

Mail nach Erhalt löschen

Er ist nicht der Einzige, der dieses E-Mail erhalten hat: Auch A.G.* ist betroffen. «Glücklicherweise bin ich nicht darauf reingefallen. Aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass jemand den Fake nicht erkennt», so G.

Das Bundesamt für Polizei (fedpol) hat Kenntnis von der Betrugsmasche und rät Betroffenen: «Das angehängte Formular sollte keinesfalls geöffnet und ausgefüllt werden», sagt Sprecherin Cathy Maret. Zudem sollte das Mail gelöscht werden.

Zu viel bezahlte Steuern werden von den Steuerämtern in der Regel auf das bei Einreichung der Steuererklärung angegebene Konto zurück erstattet.

*Namen der Redaktion bekannt

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