Aktualisiert 26.04.2020 13:28

Fake-Whatsapp-Nachrichten

Betrüger nutzen Corona-Angst aus

Cyberkriminelle nützen die Angst der Bevölkerung in der Coronakrise aus. Die Polizei und die WHO warnen deshalb vor Betrügereien und Abzocke.

von
Barbara Scherer
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Betrüger versuchen in der Coronakrise die Angst der Bevölkerung auszunützen.

Betrüger versuchen in der Coronakrise die Angst der Bevölkerung auszunützen.

KEYSTONE
Eine der neusten Betrugsmaschen ist eine Flaschmeldung auf Whatsapp, dass Denner Lebensmittel verlose.

Eine der neusten Betrugsmaschen ist eine Flaschmeldung auf Whatsapp, dass Denner Lebensmittel verlose.

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Die Schaffhauser Polizei hat deshalb auf Twitter zur Vorsicht aufgerufen.

Die Schaffhauser Polizei hat deshalb auf Twitter zur Vorsicht aufgerufen.

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Darum gehts

• Kriminelle verschicken Fake-Nachrichten auf Whatsapp und per Mail in der Coronakrise.

• Die Schaffhauser Polizei warnt auf Twitter vor Corona-Betrügern.

Um die Schweiz während der Corona-Pandemie zu unterstützen, verlose Denner Lebensmittel im Wert von 250 Franken – das ist der neuste Betrugsmasche auf Whatsapp. Davor warnt die Schweizer Polizei auf Cybercrimepolice.ch. Mitte April kursierte die selbe Whatsapp-Nachricht: Damals hiess es die Migros verlose das Geld.

Mit solchen Nachrichten versuchen Betrüger die Ängste der Bevölkerung während der Coronakrise auszunutzen. Auf Twitter ruft die Schaffhauser Polizei darum zur Vorsicht auf: «In der aktuellen Corona-Krise ist es in der Schweiz und im nahen Ausland vermehrt zu Abzocke und Betrügereien gekommen.»

Überteuerte Schutzmasken

Unzählige Phishing-Mails im Namen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) und der Weltgesundheitsorganisation WHO werden laut Schaffhauser Polizei verschickt. Diese beinhalten mit schädlicher Software versehene Coronakarten. Auch seien neue Onlineshops aufgetaucht, die Schutzmasken und Desinfektionsmittel überteuert verkaufen.

Bei der Schaffhauser Polizei seien bislang noch keine entsprechenden Fälle registriert worden. Ähnlich sieht es bei der Zürcher Kantonspolizei aus: «Besonders zu Beginn der Krise wurden online überteuerte Masken und Desinfektionsmittel angeboten. Inzwischen hat sich das aber wieder etwas gelegt», sagt eine Mediensprecherin auf Anfrage.

WHO warnt vor Cyber-Kriminalität

Sogar die WHO warnt vor Hacker-Attacken in der Coronakrise. Denn es werden zahlreiche Phishing-Mails und Whatsapp Nachrichten im Namen der WHO verschickt. Auf keinen Fall, solle auf die angehängten Links oder Dateien geklickt werden.

Die Mails könne man beispielsweise daran erkennen, dass nach Passwörtern gefragt wird oder eine andere Website, als die offizielle WHO-Seite aufgeführt wird. Auch versende die WHO keine Anhänge, ausser man hat explizit danach gefragt.

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