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Betrüger verkaufte Wohnungen und Autos

Einem 41-jährigen Schweizer hat die Kantonspolizei Aargau 37 Betrugsdelikte nachgewiesen. Dem Mann wird ein Deliktsbetrag von rund 2,1 Mio. Franken zur Last gelegt.

Laut Angaben der Polizei vom Mittwoch hatte der ehemalige Baupolier bis 2002 ohne Hochschulabschluss ein Architekturbüro geführt. Der gute Geschäftsgang erlaubte ihm und seiner Familie zunächst einen grosszügigen Lebensstil.

Familiäre und geschäftliche Probleme führten jedoch mit der Zeit zu ernsten finanziellen Engpässen. Um den drohenden Konkurs abzuwenden, gründete der Mann 2004 zusammen mit einer langjährigen Mitarbeiterin eine neue Architektur-Firma mit Geschäftssitz im Bezirk Bremgarten.

Laut den Ermittlungen hatte der Beschuldigte die neue Firma als GmbH gegründet, um vorhandene Sachwerte aus dem früheren Geschäft vor dem Konkurs retten zu können. Hinter dem Rücken seiner Geschäftspartnerin habe er zudem in betrügerischer Weise grössere Beträge vom Firmenvermögen abgezweigt.

Eigentumswohnung und teure Autos gekauft

Unter anderem habe er damit eine Eigentumswohnung finanziert. Dabei habe er mit gefälschten Unterlagen die Gläubigerin gezielt getäuscht, heisst es in der Mitteilung.

Auf ähnliche Weise sei es dem Beschuldigten gelungen, trotz schlechter Finanzlage mehrere Leasing-Verträge für Luxus-Autos abzuschliessen. Eines der teuren Fahrzeuge habe er unbrechtigt verkauft und den Erlös für eigene Bedürfnisse verwendet.

Laut Polizei hat der Beschuldigte ferner eingestanden, zahlreiche Bestellungsbetrüge und weitere betrügerische Handlungen begangen zu haben. Durch die 37 nachgewiesenen Delikte seien verschiedene Gläubiger um rund 2,1 Mio. Franken betrogen worden. (sda)

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