Betrug: Olympiasieger Pascal Richard verurteilt
Aktualisiert

Betrug: Olympiasieger Pascal Richard verurteilt

Pascal Richard (42) ist von einem Waadtländer Gericht zu vier Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden. Der Strassen-Olympiasieger von 1996 musste sich wegen versuchten Betrugs und Irreführung der Justiz verantworten.

Wie die «Tribune de Genève» in ihrer Freitagausgabe berichtete, war Richard vor vier Jahren das Opfer eines Betrugsfalls geworden. Als er in Mailand Einkäufe für seine Boutique tätigte, traf Richard auf einen obskuren Mann, der ihm eine «Vermehrung seiner Banknoten» versprach. Richard erhielt später zu Hause in Montreux Besuch von diesem Mann. Der Mann nutzte einen Moment der Unachtsamkeit und machte sich mit 200 000 Franken aus dem Staub.

Richard alarmierte darauf die Polizei. Statt den peinlichen Fall zu schildern, sprach Richard nur davon, dass ihm für den Einkauf neuer Kleider bestimmtes Geld gestohlen worden sei. Ausserdem gab Richard an, dass ihm vier Luxusuhren im Wert von 20 000 Franken entwendet worden seien, obwohl er zwei davon längst verkauft hatte.

«Ich hatte alles verloren und schämte mich, die Wahrheit zu sagen», sagte Richard. Der ehemalige Rad-Star litt zum Zeitpunkt des Betrugs unter beträchtlichen psychischen Problemen, die nicht zuletzt auf die Scheidung von seiner Frau zurückzuführen waren.

(si)

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