Neuseeland: Betrunkene Taube zum Vogel des Jahres gewählt
Aktualisiert

NeuseelandBetrunkene Taube zum Vogel des Jahres gewählt

Die Maori-Fruchttaube ist dafür bekannt, dass sie vergorene Früchte isst und im Vollrausch von Bäumen plumpst. Nun ehrt Neuseeland sie mit einer Auszeichnung.

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doz
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Die Maori-Fruchttaube hat je nach Lichteinfall ein bunt schimmerndes Federkleid.

Die Maori-Fruchttaube hat je nach Lichteinfall ein bunt schimmerndes Federkleid.

Wikipedia/Bjørn Christian Tørrissen
Bekannt ist sie dafür, betrunken von Bäumen zu fallen.

Bekannt ist sie dafür, betrunken von Bäumen zu fallen.

Wikipedia/Philip Poole
Das kommt daher, dass sie vergorene Früchte und Trauben isst.

Das kommt daher, dass sie vergorene Früchte und Trauben isst.

Wikipedia/Duncan

«Ungeschickt, betrunken, gefrässig und glamourös» – so kündigte die Royal Forest and Bird Protection Society in Neuseeland den Gewinner des diesjährigen «Vogel des Jahres»-Wettbewerbs an. Es handelt sich dabei um die Maori-Fruchttaube, für die mehr als 6000 Neuseeländer dieses Jahr gestimmt haben.

Besonders ist die Taubenart deshalb, weil sie sich hauptsächlich von Früchten, Trauben und Beeren ernährt, die sie auf dem Boden findet. Diese gären dann oft im Magen des Vogels, was diesen so betrunken macht, dass er regelmässig von den Bäumen plumpst.

«Sie kommen im absoluten Vollrausch»

Während der heissen Sommermonate werden die Vögel häufig zu Tierarztkliniken gebracht. Dort werden sie ausgenüchtert. Der Leiter des Native Bird Recovery Centre in Whangarei sagte zum «New Zealand Herald»: «Sie kommen im absoluten Vollrausch zu uns in die Klinik.»

Nebst seinen Rausch-Pannen ist der Vogel aber äusserst wichtig für das Ökosystem Neuseelands. Wie die «Welt» berichtet, ist er der letzte überlebende Vogel, der gross genug ist, um die Früchte der Karaka-, Miro-, Tawa- und Taraire-Bäume zu essen und deren Samen in den Wäldern zu zerstreuen. Daher sind Fruchttauben in Neuseeland geschützt, obwohl sie nicht vom Aussterben bedroht sind.

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