Kantonsspital SG: Betrunkener (20) rastet in Notaufnahme aus

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Kantonsspital SGBetrunkener (20) rastet in Notaufnahme aus

Ein Mann (20) beschimpfte und bespuckte am Samstag im Kantonsspital St.Gallen Polizisten – leider kein Einzelfall.

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taw
Die Notfallaufnahme des Kantonsspitals St.Gallen. Hier wurde der randalierende 20-Jährige in der Nacht auf Samstag eingeliefert. (Bild: Eli)

Die Notfallaufnahme des Kantonsspitals St.Gallen. Hier wurde der randalierende 20-Jährige in der Nacht auf Samstag eingeliefert. (Bild: Eli)

Vor einem Club im Osten St. Gallens ist es am Samstag gegen 1.30 Uhr zu einem Handgemenge gekommen: Ein betrunkener 20-Jähriger stürzte dabei und wurde derart verletzt, dass er mit der Rettungssanität ins Spital musste. Zuvor war er aus dem Club gewiesen worden, weil er dort Leute beschimpft hatte. In der Notaufnahme angekommen, rastete der Mann völlig aus: Die angeforderten Polizisten, die ihn beruhigen wollten, beschimpfte und bespuckte er. Der Querulant wurde schliesslich in polizeilichen Gewahrsam genommen. Ein Atemlufttest am Samstagmorgen ergab einen Wert von 1,25 Promille. Der Mann wird wegen Beschimpfung und Tätlichkeiten gegen Polizisten angezeigt.

Ausraster nehmen zu

Zwar sind solche Extremfälle laut Polizeisprecher Benjamin Lütolf selten, die Zahl der Ausraster gegenüber der Polizei nehme aber zu. «Unter Alkohol- oder Drogeneinfluss wissen die meist jüngeren Randalierer nicht mehr, was sie tun», sagt Lütolf. Im vorliegenden Fall habe sich der 20-Jährige laut Lütolf später entschuldigt: «Er konnte kaum glauben, wie er sich verhalten hatte.»

Auch Joseph Osterwalder, Chefarzt der Zentralen Notfallaufnahme im Kantonsspital St. Gallen, stellt eine Zunahme von Fällen mit aggressiven Querulanten fest: «Die Hemmschwelle für Gewalt ist deutlich gesunken.» Das Hauptproblem sieht Osterwalder vor allem in einer Gesellschaft, die den Alkoholkonsum junger Leute fördere.

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