Iwan Uchow: Betrunkener Hochspringer wird bestraft
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Iwan UchowBetrunkener Hochspringer wird bestraft

Der Russe Iwan Uchow bestritt unter starkem Alkoholeinfluss das Leichtathletik-Meeting «Athletissima» in Lausanne. Während seine peinliche Darbietung im Internet die Leute zum Lachen bringt, ärgern sich die Organisatoren und versprechen: «Wir werden ihn bestrafen.»

von
Reto Fehr und Didier Bender

Iwan Uchow schaffte bei der «Athletissima» im Hochsprung nicht einmal die Starthöhe von 2,17 Meter. Er trat sturzbetrunken zum Wettkampf an. Die erhofften Flügel durch das angebliche Trinken von Wodka-Red Bull sind ihm nicht gewachsen. Ein Zuschauer, der einen Versuch des Russen filmte und das Video ins Netz stellte, bringt seit einigen Tagen tausende von Usern zum Lachen. Die Verantwortlichen in Lausanne sind dagegen wenig erfreut. Mediensprecher Pierre-André Pasche verweist auf Anfrage von 20 Minuten Online auf Meeting-Direktor Jacky Delapierre. «Ich erfahre erst jetzt durch Ihre Anfrage davon», so Pasche.

Delapierre ist der Vorfall bekannt. Und er ist verärgert: «Ich habe so etwas noch nie erlebt. Er wird bestraft werden.» Doch wieso liess man den Russen überhaupt springen? Delapierre habe auch erst im Nachhinein davon erfahren. «Nur die Leute in der Kurve der Hochsprunganlage haben das mitbekommen», so Delapierre gegenüber 20 Minuten Online und fügt an, «so etwas kann passieren.» Er nimmt die Helfer allerdings in Schutz: «Es gab zwei Möglichkeiten. Entweder man lässt ihn springen und wartet bis er ausgeschieden ist, oder man nimmt ihn aus dem Wettkampf und riskiert einen Mini-Skandal.» Die Helfer entschieden sich für die erste Variante.

Sanktionen ausgesprochen

Doch ungeschoren kommt Uchow trotzdem nicht davon. Auch wenn der Meeting-Direktor nach dem Wettkampf nicht mehr mit dem Athleten oder seinem Trainer sprach. Der Vorfall wurde dem internationalen Leichtathletikverband IAAF gemeldet. Auf entsprechende Sanktionen wird noch gewartet. Die Organisatoren der «Athletissima» haben ihrerseits jedoch bereits Strafen verhängt: «Das Hotel und alles andere, was vorgesehen war, werden wir nicht bezahlen.» Und sicher ist auch: Uchow wird nie mehr in Lausanne starten.

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