Silicon Valley: Betrunkener verprügelt Security-Roboter

Aktualisiert

Silicon ValleyBetrunkener verprügelt Security-Roboter

Die Bewohner von Mountain View sind empört: Ein alkoholisierter Mann lieferte sich einen Kampf mit einem freundlichen Wachroboter – der nicht einmal Arme hat.

von
hau

Auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums in Kalifornien kam es jüngst zu einer unschönen Szene. Ein Betrunkener legte sich mit einem Security-Roboter des Typs Knightscope K5 an. Die kleine Arbeitsmaschine aus dem Silicon Valley, die etwas an R2-D2 aus «Star Wars» erinnert, war gerade dabei, ihre Pflicht als Parkplatzwächterin zu erfüllen, als es vom Trunkenbold eins auf die Rübe gab.

Der 41-jährige Pöbler schaffte es sogar, den 100 Kilogramm schweren Roboter umzuhauen, wie ABC News berichtet. Was der Grund für den Konflikt zwischen Mensch und Maschine an jenem Tag war, bleibt hingegen ein Geheimnis.

«Total inakzeptabel»

Fakt ist: Unter den Bewohnern der Google-Stadt Mountain View sorgt der Vorfall für Stirnrunzeln. «Ich denke, das ist eine ziemlich armselige Aktion, weil sie zeigt, wie rückgratlos die Betrunkenen im Silicon Valley wirklich sind. Sie greifen ein Opfer an, das nicht einmal Arme hat», meint Anwohner Eamon Callon zum US-Sender. Und weiter: «Das war kein fairer Kampf, das ist total inakzeptabel.»

Wenig übrig für den ungleichen Zweikampf haben auch andere Bewohner: «Ich weiss nicht, das ist eine schräge Situation», meint ein Passant zur Reporterin von ABC News. Defekt ist der Roboter indes nicht: Der Knightscope K5 steht bereits wieder im Einsatz. Der Betrunkene wurde verhaftet.

Unbewaffnet und schlau

Wer sich mit einem Patrouillen-Roboter anlegt, ist schlecht beraten. Zwar sind die rollenden Eierköpfe nicht bewaffnet, dafür unheimlich schlau. 300 Nummerntafeln pro Minute können die Knightscopes K5 scannen. Zudem machen sie ein 360-Grad-Video, das live gestreamt werden kann.

Ganz harmlos sind die Patrouillen-Roboter aber auch nicht. 2016 fuhr dasselbe Modell ein 16 Monate altes Kleinkind über den Haufen. Das Kind verletzte sich dabei am Kopf.

Weil die Vögel es nicht von den Dächern zwitschern

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