830 Verzeigungen - Bettelei in Zürich und Winterthur steigt stark an
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830 VerzeigungenBettelei in Zürich und Winterthur steigt stark an

2021 wurden in Zürich bereits mehr Bettelnde verzeigt wie 2019 und 2020 im ganzen Jahr. Auch in Winterthur nimmt die Bettelei zu.

von
Thomas Mathis
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Hilfe für den kranken Bruder: Bettelnde versuchen etwa in Parks an Geld zu kommen.

Hilfe für den kranken Bruder: Bettelnde versuchen etwa in Parks an Geld zu kommen.

Tages-Anzeiger
Die Stadtpolizei Zürich hat dieses Jahr bereits 830 Personen wegen Bettelei verzeigt – mehr als in den Vorjahren.

Die Stadtpolizei Zürich hat dieses Jahr bereits 830 Personen wegen Bettelei verzeigt – mehr als in den Vorjahren.

20min/Lynn Sachs
Auch die Stadtpolizei Winterthur stellt einen starken Anstieg der Bettelei fest.

Auch die Stadtpolizei Winterthur stellt einen starken Anstieg der Bettelei fest.

Stadtpolizei Winterthur

Darum gehts

  • Die Zahl der verzeigten Bettelnden hat in Zürich stark zugenommen.

  • Von einem Bettelproblem will die Stadt nicht sprechen.

  • Auch Winterthur stellt eine Zunahme der Bettelei fest.

Wer auf einer Parkbank in der Zürcher Innenstadt sitzt, wird früher oder später vermutlich nach Geld gefragt. «Mein Bruder liegt im Spital und benötigt dringend Hilfe», erzählt etwa ein junger Mann, der an einem schönen Nachmittag in der Bäckeranlage von Bank zu Bank geht und die Sitzenden anspricht. Etliche Leserinnen und Lesern des «Tages-Anzeigers» haben so Erfahrungen gemacht, wie es in einem Artikel heisst. Ihr Fazit: In Zürich sind immer mehr Bettelnde unterwegs.

Die Zahlen der Stadtpolizei bestätigen dieses Bild, wie es im Artikel heisst. Im ersten Halbjahr 2021 wurden etwa 830 Bettlerinnen und Bettler verzeigt. Das sind mehr als in den beiden Vorjahren. 2019 und 2020 wurden jeweils rund 700 Personen im ganzen Jahr verzeigt. Bei einem Grossteil handelt es sich dabei um Personen aus Rumänien. Zu etwa einem Fünftel sind es Schweizer Randständige.

Auch Winterthur betroffen

Beim Sozialdepartement der Stadt Zürich heisst es, dass man in Zürich kein grundsätzliches Bettelproblem habe. Betteln sei verboten. Sicher sei, dass es Randständige seit Corona schwieriger hätten, mit Betteln ihren Lebensunterhalt aufzubessern.

Nicht nur in Zürich steigt die Zahl der Bettelnden. Auch Winterthur ist betroffen, wie Stapo-Medienchef Michael Wirz zur Zeitung sagt. «Wir haben in den letzten Monaten einen starken Anstieg an Fällen von Bettelei festgestellt.» In der Regel seien es Personen aus Rumänien, die vor allem in der Altstadt bettelten.

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