Stadt Zürich: Bettenhaus zu teuer – Stellenstopp im Triemli
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Stadt ZürichBettenhaus zu teuer – Stellenstopp im Triemli

Der Bezug des neuen Bettenhauses war teurer als geplant. Die Leitung des Triemlispitals hat deshalb Sofortmassnahmen ergriffen.

von
ced

Susanna Wüthrich gehörte zu den rund 80 Patientinnen und Patienten, die am Ostermontag vom alten ins neue Bettenhaus umziehen mussten.

Das 18-stöckige Bettenhaus des Zürcher Triemlispitals wurde von Politikern und Medien hoch gelobt. Dies nicht nur, weil es topmodern ist, sondern auch wegen der konsequenten Umsetzung der 2000-Watt-Ziele. Zudem lag man mit der Budgetierung immer gut im Rahmen.

Nun zeigt sich jedoch, dass der Bezug des neuen Gebäudes teurer war als geplant. Das städtische Gesundheits- und Umweltdepartement rechnet mit Mehrkosten von rund 19 Millionen Franken. Das Triemlispital hat laut der «NZZ» deshalb schmerzhafte Massnahmen ergriffen: Vorübergehend werden keine neuen Stellen mehr gesprochen.

Projekte liegen auf Eis

Zudem werden anstehende Investitionen und Projekte des Zürcher Stadtspitals zurückgehalten: Nur bei «dringender medizinischer Notwendigkeit» erfolgt eine Bewilligung.

Als Grund für die Mehrkosten führt das Triemlispital im ersten Trimesterbericht «fehlende Erfahrungswerte» auf. So hätten zum Beispiel zur Entlastung des Personals temporäre Arbeitskräfte eingestellt werden müssen. Auch die Einarbeitung in neue Funktionen sei aufwändiger gewesen als erwartet.

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