Aktualisiert 03.11.2009 12:30

RechtsstreitBettgeheimnisse belauscht

Vorsicht, der Nachbar kann nicht nur beim Nachwuchs mithören. Diese Erfahrung musste auch ein Familienvater aus den USA machen. Jetzt hat er den Hersteller und Verkäufer seines Babyfons verklagt.

von
hst

Wes Denkov aus dem US-Bundesstaat Illinois hat den Babyfone-Hersteller Summer Infant und den Spielzeughändler Toys 'R' Us verklagt. Wie wired.com berichtet, hatte der Kläger von einem Nachbarn, der ein Babyfone derselben Marke gekauft hatte, von den Sicherheitslücken erfahren. Denn wenn es auf den gleichen Kanal eingestellt war, konnte der Nachbar Denkovs Sohn mit dem Gerät hören und sehen.

Nach eigenen Angaben entdeckte Denkov, dass das Mikrofon des Babyfons auch Geräusche aus Nachbarräumen aufnahm. Der Familienvater ärgerte sich vor allem darüber, dass in der Verpackung keine Hinweise zu finden waren, dass das Gerät nicht abhörsicher ist. Als er sich beim Hersteller beschwerte, antwortete ihm dieser, er solle sich ein teureres Babyfon kaufen, wenn er mehr Sicherheit wolle. Denkov hatte den Bon nicht mehr, hoffte auf Kulanz, bekam den Kaufpreis aber nicht erstattet. Wie wired.com weiter schreibt, gibt es seit längerem immer wieder Berichte, dass Babyfons die Privatsphäre nicht gut schützen. Denkov habe in seiner Klage daher auch vor allem darauf gedrungen, dass sowohl Hersteller als auch Verkäufer deutliche Hinweise auf diesen Umstand geben - in der Bedienungsanleitung, am Regal und online.

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