Shopping oder Spazieren: Beugt zügiges Gehen Schlaganfall vor?

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Shopping oder SpazierenBeugt zügiges Gehen Schlaganfall vor?

Noch nie waren ausgiebige Shopping-Touren so sinnvoll: Einer US-Studie zufolge soll schnelles Gehen das Schlaganfall-Risiko bei Frauen senken.

Ein Schlaganfall kommt für bewegungsfreudige Frauen nicht in die Tüte. (Bild: Colourbox)

Ein Schlaganfall kommt für bewegungsfreudige Frauen nicht in die Tüte. (Bild: Colourbox)

Frauen, die gerne spazieren gehen, erleiden zu 30 Prozent seltener einen Schlaganfall. Damen, die schnelles Gehen bevorzugten, waren sogar zu 37 Prozent seltener betroffen als diejenigen, die sich wenig bewegten.

«Es ist seit langem bekannt, dass körperliche Bewegung ein wirksames Mittel ist, um einem Schlaganfall vorzubeugen», sagte Martin Grond, DSG-Vorstandsmitglied und Chefarzt am Kreisklinikum Siegen, Deutschland. Bislang gingen Ärzte und Forscher jedoch davon aus, dass dazu eine sportliche Tätigkeit erforderlich sei, bei der viel Energie verbraucht werde wie etwa beim Laufen, Radfahren oder Schwimmen. «Die neue Studie zeigt aber, dass bereits zwei oder mehr Stunden Spazierengehen in der Woche ausreichen können», sagte Grond.

Der Studie, die in der Fachzeitschrift «Stroke» erschienen ist, liegt den Angaben zufolge eine Auswertung der US-amerikanischen «Women's Health Study» zugrunde. Hierfür wurde seit 1992 eine Gruppe von fast 40 000 Frauen ab 45 Jahren über zwölf Jahre begleitet.

Ob auch Männer durch Spaziergänge ihr Schlaganfallrisiko senken können, ist bislang nicht bekannt. Studienergebnisse seien hier nicht eindeutig, hiess es. (dapd)

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