Spätes Geständnis: Beute der Adobe-Hacker war noch viel grösser

Aktualisiert

Spätes GeständnisBeute der Adobe-Hacker war noch viel grösser

Der illegale Netzwerk-Zugriff beim US-Softwarehersteller Adobe war fast 13-mal schlimmer als angenommen: Statt nur 3 sollen rund 38 Millionen Kunden betroffen sein.

von
sts
Eine Adobe-Sprecherin versucht den illegalen Zugriff auf Kundendaten zu relativieren. Ein schwacher Trost für die 38 Millionen Betroffenen.

Eine Adobe-Sprecherin versucht den illegalen Zugriff auf Kundendaten zu relativieren. Ein schwacher Trost für die 38 Millionen Betroffenen.

Bereits Anfang Monat wurde bekannt, dass bei einem Cyber-Angriff auf den US-Softwarekonzern Adobe Daten von knapp drei Millionen Kunden gestohlen wurden. Entwendet wurden unter anderem Namen, verschlüsselte Nummern von Kredit- und Kundendaten sowie Informationen über Bestellungen. Ausserdem waren auch Quellcodes einiger Produkte abhanden gekommen. Nun hat das Unternehmen gemäss dem Gadget-Blog «Gizmodo» zugegeben, dass in Wahrheit rund 38 Millionen Kunden betroffen seien.

Adobe-Sprecherin Heather Edell relativiert den Vorfall etwas. Die Hacker hätten bei ihrem Grossangriff «viele ungültige oder inaktive IDs und die Daten von Testzugängen» gestohlen. Dennoch waren auch zahlreiche Kunden mit aktiven Zugangsdaten betroffen.

Konto muss nun überwacht werden

Auch die Tatsache, dass die gestohlenen Passwörter verschlüsselt waren, scheint kein Grund für Entwarnung zu sein, denn Adobe hat Betroffene bereits per E-Mail über mögliche Folgen gewarnt. So erging es auch einem unserer Leserreporter. Er hatte vom Konzern eine Nachricht erhalten, er solle sein Passwort ändern. Dies musste er nicht nur bei Adobe tun, sondern bei sämtlichen Webseiten, auf denen er denselben Code verwendet. Dem Hacker-Opfer wurde geraten, sein Konto «bezüglich unerwarteter Buchungen zu überwachen, die auf Betrug und Identitätsdiebstahl hinweisen könnten».

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