Peinliche Panne: Beutl macht die falsche Kandidatin zur Miss
Aktualisiert

Peinliche PanneBeutl macht die falsche Kandidatin zur Miss

Fauxpas beim Final: Moderator und Ex-Bachelor Rafael Beutl kürte am Freitagabend in Kriens die falsche Kandidatin zur Miss Zentralschweiz.

von
Amina Jakupovic

Hier kürt Moderator und Ex-Bachelor Rafael Beutl die falsche Kandidatin zu Miss Zentralschweiz 2016. (Leser-Reporter)

Der wichtigste Moment eines Schönheitswettbewerbs ist der Final. Und genau da passierte bei der Miss-Zentralschweiz-Wahl am Freitagabend im Pilatusmarkt Kriens ein grosses Missgeschick: Rafael Beutl, Ex-«Bachelor» und Moderator des Abends, nannte im entscheidenden Moment den falschen Namen. Er kürte zunächst Seline Fries (21) zur Siegerin des Wettbewerbs. Diese wurde aber eigentlich Vize-Miss. Die richtige Miss Zentralschweiz heisst Michèle Lanz (24).

«Die Gestaltung der Karten war ungünstig»

Als Beutl den Fehler bemerkte, hielt Seline Fries bereits ihre Dankesrede. «Mir hat es unheimlich leid getan», sagt Beutl gegenüber 20 Minuten. «Ich wusste aber, dass ich dort jetzt durch muss.» Er habe Seline also ganz fest an sich gedrückt und gesagt: «Seline, jetz hani en chline, chline, chline, chline, chline, chline Bock gschosse. Das tuet mir furchtbar leid. Du bist Vize-Miss Zentralschweiz 2016.»

Wie konnte es überhaupt zu so einer Panne kommen? «Die Gestaltung der Karten war ungünstig», sagt Marc Zehnder, Leiter der Wahl. «Die Namen der drei Finalistinnen standen alle auf derselben Karte.» Dies soll auch zur Verwirrung geführt haben. Zehnder: «Für Rafael war es nicht ganz einfach zu erkennen, wer die Siegerin ist.» Ein Moderator habe nur wenige Sekunden Zeit, um auf die Karten zu schauen. So kam es 2015 auch zu einer Panne bei der Miss-Universe-Wahl. «Wir können fast sagen, dass wir uns damit auf Elite-Status gehoben haben», sagt Zehnder schmunzelnd.

Dem Ex-Bachelor wird laut Zehnder deshalb kein Vorwurf gemacht. «Rafael hat den Anlass sehr professionell moderiert und sich in der verzwickten Situation auch gut zurecht gefunden. Nicht jeder hätte so galant reagiert wie Herr Beutl.» Der Fauxpas soll sich nicht wiederholen: In Zukunft werden den Moderatoren drei separate Karten in der richtigen Reihenfolge abgegeben. «Zuerst wird die Drittplatzierte verkündet, dann die Miss und zum Schluss die Vize-Miss gekürt.»

«Wahrscheinlich die kürzeste Amtszeit aller Zeiten»

Wessen Gefühle an diesem Abend am meisten Achterbahn fuhren, ist wohl klar: Kaum wurde Seline Fries zur Siegerin verkündet, musste sie ihren Titel schon wieder abgeben. Doch die vermeintliche Miss Zentralschweiz verhielt sich sehr professionell. «Fehler können jedem passieren», sagt sie dazu. «Der Moment, als mein Name genannt wurde, war zwar schon überwältigend.» Aber auf den Bachelor sei sie überhaupt nicht wütend. Im Gegenteil: «Ich habe es Herr Beutl zu verdanken, dass ich wenigstens einen kurzen Augenblick Miss Zentralschweiz sein durfte und dieses unglaubliche Gefühl erfahren habe.»

Der Ex-Bachelor habe sich im Nachhinein erneut bei ihr entschuldigt und ihr alles erklärt. «Ich fand es herzig und habe es geschätzt, dass er sich danach noch einmal mit mir unterhalten hat.»

Die Miss-Wahl behält sie trotz allem in guter Erinnerung. Fries: «Ich hatte wahrscheinlich die kürzeste Amtszeit aller Zeiten. Das kann auch nicht jede von sich behaupten.»

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