Bewaffnete Meeresschnecken schiessen auf Feinde
Aktualisiert

Bewaffnete Meeresschnecken schiessen auf Feinde

Wissenschafter haben fünf neue Arten von Meeresschnecken in Mittelamerika entdeckt. Sie gehören zu einer Untergruppe der Nacktschnecken oder Mollusken und verfügen über einen besonderen Verteidigungsmechanismus.

Die Meeresschnecken nehmen nach den Annahmen vom Mittwoch (Ortszeit) stechende Zellen ihrer Beute wie Anemonen und Korallen mittels ihres Verdauungsapparats auf und benutzen sie für ihre eigene Verteidigung, indem sie die spitzen Teilchen abfeuern, wenn sie sich bedroht fühlen, wie die Forschergruppe in Panama-Stadt mitteilte.

Den Wissenschaftern zufolge können die Tiere Teile ihres Körpers dafür verwenden, «Räuber abzulenken und zu entkommen - so wie Eidechsen, die ihren Schwanz abwerfen.»

Wissenschafter der Universität von Guadalajara in Mexiko, des Naturgeschichtlichen Museums von Los Angeles und des Smithsonian Tropenforschungsinstituts mit Sitz in Panama entdeckten die neuen Arten zwischen 2001 und 2005 im Ostpazifik im Rahmen eines Forschungsprojekts.

Sie kommen in den Gewässern vor Panama, Mexiko und Costa Rica vor. Die Entdeckung wurde in der aktuellen Ausgabe des «American Malacological Bulletin» veröffentlicht.

(sda)

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