«Pokémon Go»: Bewaffnete Räuber locken Handy-Gamer in die Falle
Aktualisiert

«Pokémon Go»Bewaffnete Räuber locken Handy-Gamer in die Falle

Das Augmented-Reality-Game «Pokémon Go» wird ein Opfer seines Erfolges. Überall gibts Ärger. Überfälle auf Spieler sind nur die Spitze des Eisbergs.

von
lia
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Das neue Spiel von Nintendo und Niantic wurde von Fans lange erwartet und kam in Australien, Neuseeland und den USA Anfang Juli in die App Stores. Weil die Download-Zahlen durch die Decke gingen, musste die Entwickler den Europa-Start kurzfristig verschieben.

Das neue Spiel von Nintendo und Niantic wurde von Fans lange erwartet und kam in Australien, Neuseeland und den USA Anfang Juli in die App Stores. Weil die Download-Zahlen durch die Decke gingen, musste die Entwickler den Europa-Start kurzfristig verschieben.

Androidcentral.com
Das Mobile-Game bezieht die Umwelt des Spielers mit ein: Um die virtuellen Pokémon-Monster auf ihrem Handy-Bildschirm zu fangen, müssen die Spieler also in der echten Welt umherlaufen.

Das Mobile-Game bezieht die Umwelt des Spielers mit ein: Um die virtuellen Pokémon-Monster auf ihrem Handy-Bildschirm zu fangen, müssen die Spieler also in der echten Welt umherlaufen.

Niantic
In gewissen Fällen kann das ziemlich witzig wirken.

In gewissen Fällen kann das ziemlich witzig wirken.

Twitter / Historical Pics

Vor weniger als einer Woche kam «Pokémon Go» von Nintendo und Entwickler Niantic in Australien, Neuseeland und den USA in die App Stores. Seitdem sorgt das langersehnte Augmented-Reality-Game regelmässig für beunruhigende Schlagzeilen.

Um die virtuellen Pokémon-Monster auf ihrem Handy-Bildschirm zu fangen, müssen die Spieler nämlich in der echten Welt umherlaufen. Das forderte laut der «New York Post» bereits mehrere Verletzte.

Die Polizei des US-Bundesstaats Missouri berichtete am Sonntag zudem, dass vier Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren das Mobile-Game nutzten, um andere User anzulocken und dann unter Androhung von Waffengewalt zu überfallen. Dazu hätten sie einen sogenannten Poké-Stop in das Spiel eingebaut, also einen Ort, an dem die Spieler normalerweise Gegenstände für ihren Pokémon abholen können.

Ungewollte Besucher und eine Wasserleiche

Auch für eine 19-Jährige aus dem US-Bundesstaat Wyoming endete der erste Durchlauf anders als erwartet: Die junge Frau folgte den Anweisungen des Games, Pokémons an einem natürlichen Wasservorkommen zu suchen, und landete dabei an einem Fluss. Statt den gesuchten Monstern fand sie laut dem Newsportal County10.com einen Mann leblos im Wasser treiben. Er soll bei einem Unfall ums Leben gekommen sein, gab die Polizei wenig später bekannt.

Vergleichsweise harmlos ist dagegen der Fall von Boon Sheridan. Das Haus des Amerikaners steht laut Buzzfeed.com seit der Lancierung des Spiels unter Dauerbelagerung. Dies, weil sein Zuhause im Game als «Gym» vermerkt ist. Das ist der Ort, an dem Spieler ihre Pokémon trainieren und mit anderen Monstern kämpfen lassen können. Sheridan nimmts mit Humor und teilt seine Erlebnisse fleissig auf Twitter (siehe Bildstrecke).

Europa-Start verschoben

In den Staaten dauerte es nur einen Tag, bis die Download-Zahlen von «Pokémon Go» im Google Play Store jene der Dating-App Tinder überholten und die Niantic-Server an ihre Grenzen brachten. Die Entwickler waren deshalb gezwungen, den eigentlich für das vergangene Wochenende geplanten Europa-Start kurzfristig zu verschieben.

Wer sich das Spiel auf einen anderen Weg als über die offiziellen App-Stores beschaffen will, sollte Vorsicht walten lassen: Sicherheitsforscher der Firma Proofpoint haben bereits Versionen entdeckt, die Smartphones mit einem gemeinen Trojaner infizieren. Diese Schadsoftware ermöglicht es Angreifern, die Kontrolle über das Telefon zu übernehmen.

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