Belgrad: Bewaffneter mit Handgranaten festgenommen
Aktualisiert

BelgradBewaffneter mit Handgranaten festgenommen

Nach mehrstündigen Verhandlungen ist es der serbischen Polizei gelungen, einen bewaffneten Eindringling im Präsidialamt in Belgrad festzunehmen. Er drohte sich in die Luft zu sprengen.

Der 57-Jährige war aus Ärger über einen verlorenen Prozess mit zwei Handgranaten bewaffnet in den Amtssitz des serbischen Präsidenten im Zentrum Belgrads eingedrungen.

Polizeieinheiten riegelten den Präsidentensitz in der Belgrader Innenstadt ab, auch Ambulanzen fuhren vor. Darüber ob sich Präsident Boris Tadic zur Zeit des Zwischenfalls im Gebäude befand gibt es widersprüchliche Aussagen.

Ankündigung per E-Mail

Seine Aktion habe er in tausenden E-Mails an staatliche und private Institutionen angekündigt, berichteten Belgrader Medien. In diesen Schreiben habe er wegen des verlorenen Prozesses gegen die staatliche Fluggesellschaft JAT um Entschädigung in Millionenhöhe mit Selbstmord gedroht.

Der Mann hatte schon vor fünf Jahren mit einem 80 Tage dauernden Hungerstreik vor dem nahe gelegenen Parlamentsgebäude auf diesen Rechtsstreit hingewiesen.

In der Belgrader Innenstadt hielten sich am Donnerstag noch starke Polizeiverbände auf, die den inzwischen beendeten Besuch des amerikanischen Vizepräsidenten Joe Biden abgesichert hatten. (sda)

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