Misshandlungsvorwürfe – Bewahrt eine 13 Jahre alte Einigung Prinz Andrew vor einem Prozess?
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MisshandlungsvorwürfeBewahrt eine 13 Jahre alte Einigung Prinz Andrew vor einem Prozess?

Am Montag wurde eine aussergerichtliche Einigung zwischen Jeffrey Epstein und Virginia Giuffre veröffentlicht. Prinz Andrews Anwälte argumentieren damit, dass ihr Mandant aufgrund dieser Einigung nicht angeklagt werden könne.

von
Angela Rosser
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Andrews Anwälte argumentieren, dass eine nun aufgetauchte aussergerichtliche Einigung zwischen Jeffrey Epstein und Virginia Giuffre von 2009 eine Anklage des Prinzen verhindere.

Andrews Anwälte argumentieren, dass eine nun aufgetauchte aussergerichtliche Einigung zwischen Jeffrey Epstein und Virginia Giuffre von 2009 eine Anklage des Prinzen verhindere.

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Aus der besagten Einigung geht hervor, dass die US-Amerikanerin Virginia Giuffre mit dem Multimillionär Jeffrey Epstein vereinbarte, niemanden aus dessen Umfeld zu beschuldigen, der als «potenzieller Angeklagter» gelten könnte.

Aus der besagten Einigung geht hervor, dass die US-Amerikanerin Virginia Giuffre mit dem Multimillionär Jeffrey Epstein vereinbarte, niemanden aus dessen Umfeld zu beschuldigen, der als «potenzieller Angeklagter» gelten könnte.

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Giuffres Anwälte hatten erklärt, dass die Einigung mit Epstein keine Relevanz für einen möglichen Prozess gegen Andrew habe.

Giuffres Anwälte hatten erklärt, dass die Einigung mit Epstein keine Relevanz für einen möglichen Prozess gegen Andrew habe.

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Darum gehts

  • In dem Misshandlungsskandal rund um den mittlerweile verstorbenen Jeffrey Epstein wird auch Prinz Andrews Name genannt.

  • Eine aussergerichtliche Einigung aus dem Jahr 2009 zwischen Virginia Giuffre und Epstein soll nun eine Anklage des Prinzen verhindern.

  • Giuffres Anwälte geben an, dass diese Einigung keine Relevanz für einen möglichen Prozess habe.

Bei den Misshandlungsanschuldigungen gegen den britischen Prinzen Andrew kommt ihm womöglich eine am Montag veröffentlichte aussergerichtliche Einigung aus dem Jahr 2009 zugute. Demnach hatte die US-Amerikanerin Virginia Giuffre mit dem Multimillionär Jeffrey Epstein vereinbart, niemanden aus dessen Umfeld zu beschuldigen, der als «potenzieller Angeklagter» gelten könnte. In dem in New York veröffentlichten Dokument ist auch eine Zahlung von 500’000 Dollar an Virginia Roberts – ihr damaliger Name – genannt.

Bestreitet Anschuldigungen

Giuffre gibt an, vom inzwischen gestorbenen Epstein und seiner Ex-Partnerin Ghislaine Maxwell als Jugendliche zusammen mit Dutzenden anderen Minderjährigen zur Sexsklavin gemacht worden zu sein. Sie beschuldigt in diesem Zusammenhang auch den Sohn der britischen Königin Elizabeth II., sie vor 20 Jahren als 17-Jährige misshandelt zu haben. Er hatte die Anschuldigungen stets bestritten.

Royale Aufgaben beendet

Andrews Anwälte argumentieren, dass die nun veröffentlichte Einigung von 2009 eine Anklage verhindere. Giuffres Anwälte hatten dagegen stets erklärt, dass die Einigung mit Epstein keine Relevanz für einen möglichen Prozess gegen Andrew habe. Am Dienstag soll vor einem Zivilgericht in New York weiter über die Anschuldigungen gegen Andrew und über einen möglichen Prozess verhandelt werden.

Andrew steht seit Jahren wegen seiner früheren Freundschaft zu Epstein in der Kritik und hat deshalb seine royalen Aufgaben beendet.

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