«Jackass»-Trauer: Bewegende Tränen am Unfallort

Aktualisiert

«Jackass»-TrauerBewegende Tränen am Unfallort

Als Bam Margera die Stelle besuchte, an der sein Freund Ryan Dunn tödlich verunglückte, brach die Trauer aus dem «Jackass»-Star heraus. Und auch Wut ist ein Thema.

von
phi

Bam Margera hat Amerika zu Tränen gerührt. Das «Jackass»-Mitglied hat mit Ryan Dunn nicht nur den Verlust eines Kollegen, sondern den eines Seelenverwandten zu verkraften, wie sein Besuch des Unfallorts auf mitreissende Art gezeigt hat. «Ich habe meinen besten Freund verloren», sagte er unter Tränen in die Kamera des US-Senders «Fox», der der traurigen Szenerie beiwohnte. «Wir haben miteinander die besten Zeiten überhaupt erlebt.»

Er sei in Arizona gewesen, als ihn die Hiobsbotschaft erreichte, berichtet Margera offen. «Um 12.30 Uhr habe ich einfach angefangen, die Fenster herauszuschlagen und Lautsprecher zu zerstören. Und ich weiss nicht mal warum. Ich war nicht wütend auf irgendwas oder irgendwen. Und wenn es dort [in Arizona] 12.30 Uhr war, heisst es, es war hier exakt [zu dem Zeitpunkt], als er verunfallte.»

Best of Ryan Dunn

Die Trauer des 31-Jährigen ist erschütternd. «Er war die fröhlichste Person überhaupt. Der smarteste Typ, mit so viel Talent. Er hätte noch so viel erreichen können. Es ist nicht richtig», schluchzt der am Boden zerstörte Margera. «Es ist nicht richtig.» Wie er damit fertig werde, fragt der «Fox»-Reporter wenig sensibel. Die Reaktion zeigt: mehr schlecht als recht. Die sechs Stunden Flug nach Pennsylvania habe er alleine kaum ertragen, gesteht der Amerikaner. Der Anruf mit der Hiobsbotschaft sei der schlimmste seines Lebens gewesen.

Margera bricht am Unfallort zusammen. Das Interview beginnt ab Minute zwei. Quelle: YouTube

Die Unfallursache dürfte die Geschwindigkeit gewesen sein: Laut TMZ war Dunns Porsche 911 GT3 mit 209 Stundenkiloemetern unterwegs. In die Trauer um den Verstorbenen mischt sich bei den Hinterbliebenen mittlerweile aber auch Wut. Und zwar über Roger Ebert. Der Pulitzer-Preis-Gewinner, der als wichtigster Filmkritiker in den USA gilt, hatte sich via Twitter zum Dunn-Unfall geäussert und geschrieben: « Friends don't let Jackasses drink and drive» (Freunde lassen Hornochsen nicht trinken und fahren). Zuvor waren Bilder von Dunn im Internet aufgetaucht, die den gerade 34 Jahre alt gewordenen Stunt-Profi angeblich beim Saufen vor der Fahrt zeigen.

Margera antwortete dem 70-Jährigen ebenfalls via Twitter: «Millionen Menschen weinen jetzt gerade. Halt dein fettes fucking Maul!» Offenbar machten auch andere Trauernde Druck, denn bald korrigierte sich Kritiker Ebert. «Ich sollte klarstellen: Jeder, der trinkt und fährt, ist ein Hornochse. Das gilt auch für mich in meinen [früheren] Trinkertagen. Einige finden glücklicherweise die Nüchternheit.» Klar ist am Ende aber offenbarbar nur eines: Der Tod Ryan Dunns ist ein Trauerspiel.

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