Aktualisiert 24.07.2011 10:04

Ohne Perspektiven Bewegung der «Empörten» erreicht Madrid

Im Zentrum von Madrid haben mehrere Tausend Menschen gegen die Folgen der Wirtschaftskrise demonstriert. Zahlreiche Protestmärsche, die Ende Juni in ganz Spanien starteten, trafen in Madrid ein.

Mehrere Tausend Demonstranten versammelten sich auf dem Platz Puerta del Sol im Zentrum von Madrid.

Mehrere Tausend Demonstranten versammelten sich auf dem Platz Puerta del Sol im Zentrum von Madrid.

Das Zentrum von Madrid ist wieder in der Hand von Demonstranten. Mehrere Protestmärsche aus verschiedenen Städten des Landes trafen am Samstagabend auf dem bekannten Platz Puerta del Sol in der spanischen Hauptstadt zusammen.

Die mit Schlafsäcken und Matten beladenen Demonstranten hatten sich Ende Juni von zahlreichen Städten aus aufgemacht, um bei einem Marsch durch das Land auf die hohe Arbeitslosigkeit, Sozialkürzungen und Korruption aufmerksam zu machen.

Auf ihrem Weg machten sie immer wieder Station, um Einwohner der Dörfer und Städte zu treffen und ihnen die Probleme des Landes vor Augen zu führen. Vor den Toren Madrids schlossen sich am Samstag zahlreiche Einwohner der Hauptstadt an, um die Demonstranten auf ihrem letzten Wegstück zu begleiten.

Auf der Puerta del Sol verfolgten schliesslich tausende Menschen eine Kundgebung. Slogans wie «Die Schuldigen müssen für die Krise zahlen» und «Zuerst Kürzungen für die Reichen» standen auf den Plakaten der Demonstranten.

Für Sonntag wurden weitere Teilnehmer aus anderen Städten Spaniens erwartet. Dann soll es einen erneuten Marsch durch die Hauptstadt geben, der auf dem Platz im Zentrum endet.

Auf der Puerta del Sol hatte die wegen der Wirtschaftskrise gegründete Bewegung der «Empörten» (»Indignados») vor gut zwei Monaten ein Protestcamp aufgeschlagen, um gegen die Arbeitslosigkeit und fehlende Perspektiven im Land zu protestieren.

Das Camp wurde Mitte Juni aufgelöst. Seitdem versucht die Gruppe mit anderen Aktionen auf die Probleme Spaniens aufmerksam zu machen.

(sda)

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