Bewegung im Fall Madeleine
Aktualisiert

Bewegung im Fall Madeleine

Drei Monate nach dem Verschwinden der kleinen Madeleine haben portugiesische und britische Ermittler an der Algarve noch einmal das Anwesen des bislang einzigen Verdächtigen durchsucht.

Die zweitägige Aktion wurde am späten Sonntagnachmittag beendet, wie die Nachrichtenagentur Lusa berichtete. Über Ergebnisse wurde zunächst nichts bekannt.

Mehr als zwölf Beamte und mindestens ein Hund waren am Sonntag an der Durchsuchung beteiligt. Die Ermittler befreiten das Gelände mit Rechen und Heckenscheren von Vegetation. Das Anwesen des 33 Jahre alten Briten befindet sich 100 Meter von der Stelle, an der Madeleine vor drei Monaten zuletzt gesehen wurde.

Der Mann, der in dem Fall als bislang einziger von den Behörden formal als Verdächtiger bezeichnet wird, wurde nicht festgenommen. Er war bereits im Mai verhört, aber wieder auf freien Fuss gesetzt worden. Er hat jede Verwicklung in das Verschwinden von Madeleine zurückgewiesen.

Die Vierjährige war am 2. Mai verschwunden. Ihre britischen Eltern hatten ihre drei Kinder - neben Madeleine deren beiden zweijährigen Geschwister - schlafend im Appartement zurückgelassen, während sie rund 50 Meter entfernt in der Ferienanlage zu Abend assen. (dapd)

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