Zürich: «Sie sollen mit dem Velo auf dem Trottoir oder in den Bergen fahren»

Zürich«Sie sollen mit dem Velo auf dem Trottoir oder in den Bergen fahren»

Hunderte Velofahrerinnen und Velofahrer waren am Donnerstagabend in Zürich unterwegs. Sowohl der Auto- wie auch der öffentliche Verkehr waren beeinträchtigt.

von
Lynn Sachs
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Mehrere Hundert Velofahrerinnen und Velofahrer sind auf dem Helvetiaplatz eingetroffen.

Mehrere Hundert Velofahrerinnen und Velofahrer sind auf dem Helvetiaplatz eingetroffen.

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Die Velos fahren, die Autos müssen warten.

Die Velos fahren, die Autos müssen warten.

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Anika (27) fährt mit einem Soundmobil an der Demo mit.

Anika (27) fährt mit einem Soundmobil an der Demo mit.

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Donnerstag, 22.09.2022

Fröhliche Gesichter auf dem Helvetiaplatz

«Es war sehr toll. Es sind viele Leute aufgetaucht und es hat viel Spass gemacht», sagt Yvonne Ehrensberger zum Schluss der Demo. Für die wütenden Autofahrer hat sie wenig Verständnis. «Meistens stehen die Autos wegen anderer Autos im Stau, aber offenbar provoziert das Velo. Es ist schade, dass sie das Potenzial des Velos nicht sehen.»

Zum Schluss gibt es auf dem Helvetiaplatz noch Reden, unter anderem von der SP-Stadträtin Simone Brander.

Zurück am Helvetiaplatz

Gegen 20.45 Uhr finden sich die ersten Demonstrierenden wieder am Helvetiaplatz ein.

«Ich habe Hunger und will nach Hause»

Utoquai

Inzwischen ist der Demonstrationszug am Utoquai unterwegs.

«Das ist mühsam»

Philip (25) aus Adliswil ist ebenfalls blockiert. «Ich stehe schon seit zehn Minuten im Stau. Das ist mühsam. Ich habe etwas anderes vor.» Obwohl er Verständnis für das Anliegen der Velofahrenden zeigt, findet er: «Sie haben zwar etwas von dieser Blockade, ich nicht. Es ist nicht immer gleich fair für alle.»

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Längere Wartezeiten

Auch die Pendlerinnen und Pendler müssen Geduld haben. «Es ist mit längeren Reisezeiten zu rechnen.»

«Sie sollen mit dem Velo auf dem Trottoir oder in den Bergen fahren»

Mehrere Autofahrerinnen und Autofahrer nerven sich ab den Demonstrierenden. So auch Flaki (20) aus Wetzikon.

Die Velos fahren, die Autos müssen warten.

Velodemo fährt los

Die Velodemo setzt sich in Bewegung.

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Verspätungen, Umleitungen und Ausfälle

Die VBZ warnten bereits vor Beginn der Velodemo vor Einschränkungen. Auf ihrer Webseite schreiben sie: «Auf verschiedenen Tram- und Buslinien kommt es am Donnerstag, 22. September 2022, von 18.30 bis ca. 21 Uhr zu Verspätungen, Umleitungen und Ausfällen. Es ist mit längeren Reisezeiten zu rechnen.» Den Fahrgästen mit Reisestart oder -ziel in der Nähe eines Stadtbahnhofes wird empfohlen, die S-Bahn zu benützen.

Auch Musik ist mit dabei

Auch Anika (27) ist mit einem Soundmobil an der Demo dabei und will damit den Leuten eine Freude machen.

«Sicher und fröhlich Velo fahren»

«Wir demonstrieren, damit wir sicher und fröhlich in Zürich Velo fahren können», sagt Yvonne Ehrensberger, Geschäftsleiterin von Pro Velo Zürich. Auch Velokurier Max (24) aus Zürich ist an der Demonstration dabei. «Es braucht dringend mehr Platz für Velos in der Stadt.» Die aktuelle Situation sei für Velofahrende gefährlich. «Es sollten mehr Velowege abseits der Strasse entstehen.»

Yvonne Ehrensberger, Geschäftsleiterin von Pro Velo Zürich.

Yvonne Ehrensberger, Geschäftsleiterin von Pro Velo Zürich.

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Velokurier Max (24) aus Zürich.

Velokurier Max (24) aus Zürich.

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Sternfahrt

Schon vor Beginn der offiziellen Veranstaltung trafen sich Teilnehmende in verschiedenen Aussenquartieren und fuhren zusammen in einer sogenannten «Sternfahrt» in den Kreis 4. Kurz vor 18 Uhr treffen die ersten am Helvetiaplatz ein.

Bewilligte Velodemo ab 18 Uhr

Für «mehr sichere Velorouten» und «griffige Massnahmen gegen die Klimakrise» fahren am Donnerstagabend etliche Velofahrerinnen und Velofahrer durch Zürich. «Für einen Abend soll das Velo im Mittelpunkt stehen», sagt Matthias Probst, Organisator der Velodemo und Grünen-Gemeinderat der Stadt Zürich. «Wir rechnen mit mehreren Tausend Teilnehmenden.» Die offizielle Veranstaltung startet um 18 Uhr auf dem Zürcher Helvetiaplatz. Im Anschluss ist eine 20 Kilometer lange Rundfahrt durch die Stadt geplant.

Die Veranstaltung ist bewilligt und führt über eine vorgegebene Route. «Es wird zwischen 18 und 20 Uhr zu Verkehrseinschränkungen sowohl im Individualverkehr wie auch im öffentlichen Verkehr kommen», so Marc Surber, Sprecher der Stadtpolizei Zürich.

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