Wimbledon: BH in Pink! Venus entweiht den heiligen Rasen

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WimbledonBH in Pink! Venus entweiht den heiligen Rasen

Venus Williams tritt in Wimbledon in ungewohntem Unterwäsche-Oberteil in Pink an. Dies sorgt für Gesprächsstoff und ist nicht der erste Kleider-Fauxpas auf dem heiligen Rasen.

von
heg
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Die Amerikanerin Venus Williams tritt in ihrer Erstrundenbegegnung gegen die Belgierin Elise Mertens in pinkfarbenem BH an, was in Wimbledon nicht regelkonform ist.

Die Amerikanerin Venus Williams tritt in ihrer Erstrundenbegegnung gegen die Belgierin Elise Mertens in pinkfarbenem BH an, was in Wimbledon nicht regelkonform ist.

AFP/Glyn Kirk
Es regnet, die Partie wird unterbrochen - für Williams die Rettung.

Es regnet, die Partie wird unterbrochen - für Williams die Rettung.

AP/tim Ireland
Nach der Regenpause erscheint die Amerikanerin ohne den pink BH und bringt das Spiel nach Hause.

Nach der Regenpause erscheint die Amerikanerin ohne den pink BH und bringt das Spiel nach Hause.

AFP/Glyn Kirk

Eigentlich sollte Venus Williams wissen, dass man sich in Wimbledon traditionell weiss kleidet. Schliesslich hat die 37-jährige Amerikanerin das Rasenturnier sechsmal gewonnen. Bei ihrem Erstrunden-Auftritt am Montag gegen die Belgierin Elise Mertens unterlief Williams aber ein Ankleide-Fauxpas.

Bei der Amerikanerin sah man unter ihrem weissen Oberteil die Träger eines pinkfarbenen BHs. Damit verletzte sie die Regeln des Turniers. Diese besagen betreffend Unterwäsche, dass sie weiss sein muss und die BH-Träger nicht breiter als einen Zentimeter sein dürfen. Vielleicht kam Williams die Regenpause im Spiel gerade gelegen, um sich umziehen zu können. Als das Spiel wieder aufgenommen wurde, spielte die Amerikanerin die Partie, die sie 7:6, 6:4 gewann, ohne sichtbaren BH zu Ende.

Ob die Organisatoren die Spielerin in der Pause auf ihren Fauxpas hinwiesen, wollten diese nicht sagen. Sie sagten lediglich, dies sei eine Angelegenheit zwischen ihnen und der Athletin. Auch Williams gab sich an der Pressekonferenz nach der Partie bedeckt. «Ich will nicht über Unterwäsche sprechen. Es ist mir peinlich. Diskutiert mit euren Kollegen darüber.»

Schwarze und orange Vergehen

Es ist nicht das erste Mal in Wimbledon, dass Kleider-Outfits zu reden geben. Vor zwei Jahren trug die Kanadierin Eugenie Bouchard bei ihrer Erstrunden-Niederlage gegen die Chinesin Ying-Ying Duan einen schwarzen BH und wurde dafür von der Schiedsrichterin verwarnt. 2002 bekam die Russin Anna Kurnikowa eine Schelte, weil sie in schwarzen Shorts auf einem Nebenplatz trainierte.

Selbst Rasenkönig Roger Federer, der das Turnier siebenmal gewann, trat schon ins Fettnäpfchen. 2013 spielte er wie gewohnt in weissen Schuhen. Diese wurden von seinem Ausrüster aber mit oranger Sohle versehen. Nach dem Auftaktsieg gegen den Rumänen Victor Hanescu kassierte der Maestro dafür eine Verwarnung und wurde von den «Sittenwächtern» aufgefordert, künftig mit weissen Sohlen zu spielen.

Im gleichen Jahr kassierte auch die Amerikanerin Serena Williams eine Rüge, als sie in der Erstrundenpartie gegen die Luxemburgerin Mandy Minella eine orange Hose unter ihrem weissen Kleid trug.

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