Aktualisiert 07.01.2015 15:19

Aus dem Toggenburg

Bibel-App knackt die 1-Million-Marke

Mit seiner Bibel-App ist dem reformierten Toggenburger Pfarrer Peter Schafflützel ein Renner gelungen. Über eine Million Menschen haben «Remember Me» schon geladen.

von
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Die App von Pfarrer Peter Schafflützel hat die 1-Million-Marke geknackt.

Die App von Pfarrer Peter Schafflützel hat die 1-Million-Marke geknackt.

«Mit meinem Hobby habe ich mehr Leute erreicht als mit meiner Tätigkeit als Pfarrer», lacht Peter Schafflützel. Der 42-jährige Hobby-Informatiker, der im Toggenburg aufgewachsen ist, hat in den Sportferien 2010 die Bibel-App «Remember Me» entwickelt, mit der man die Verse auf spielerische Art und Weise einfacher auswendiglernen kann.

Nun hat seine App vor kurzem die 1-Millionen-Marke geknackt: «Ich finde es immer noch lustig und speziell, dass auch andere an dieser App interessiert sind», so Schafflützel. Die Bibel-App sei vor allem in den USA, Südkorea, Brasilien und in Deutschland beliebt. «Ich hätte nie gedacht, dass ich Informatik mit meiner Tätigkeit als Pfarrer verknüpfen könnte», sagt er zudem.

«Kommunikationskanal zu Gott»

Ursprünglich habe er die App für sich selbst entwickelt, weil er Schwierigkeiten hatte, sich die Bibel-Verse zu merken. «Auch erinnerten mich die Karteikarten, mit denen ich zu Beginn gelernt habe, zu sehr an den lästigen Französisch-Unterricht während meiner Schulzeit», sagt der Pfarrer. Diese seien nicht nur langweilig zum Auswendiglernen, sondern auch unpraktisch gewesen, weil er sie nicht überall mitnehmen konnte.

«Mit dieser App kann ich überall Bibelverse lernen, beispielsweise im Bus oder im Zug», so Schafflützel. Zwar könne er die Bibelverse jederzeit auch in seinem Smartphone nachschlagen, aber: «Die auswendiggelernten Texte trage ich in meinem Herzen, wodurch sie ein zusätzlicher Kommunikationskanal zwischen Gott und mir sind.»

Reich geworden sei er mit seiner Idee aber nicht: «Als ich die App entwickelte, gab es sie vorerst nur für Android-Systeme», erklärt Schafflützel. «Die Android-App kann man gratis laden.» Die kostenpflichtige App für das iPhone habe Patrick Hardie, der Freund seiner jüngsten Schwester, über mehrere Monate hinweg entwickelt und dürfe somit auch die Einnahmen für sich behalten. Die App für das iPhone kostet drei Franken.

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