Vorsicht beim Schwimmen: Biber könnten sich verteidigen, wenn sie sich in Enge getrieben fühlen

Aktualisiert

Vorsicht beim SchwimmenBiber könnten sich verteidigen, wenn sie sich in Enge getrieben fühlen

In Kriessern SG beim Baggersee ist in Zukunft Vorsicht geboten. Begegnungen mit Bibern sind diese Saison durchaus möglich. Ein Zusammentreffen mit Hunden sollte zudem vermieden werden. Biberjungtiere werden regelmässig von Hunden getötet und deshalb sind Biber angriffsbereit. Auch Schwimmer sollten achtsam sein.

von
Shannon Zangger
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Begegnungen mit dem Nager können beim Baggersee in Kriessern SG diese Saison vorkommen. (Symbolbild)

Begegnungen mit dem Nager können beim Baggersee in Kriessern SG diese Saison vorkommen. (Symbolbild)

Pixabay
Am 1. Mai startete die Badesaison am Baggersee in Kriessern.

Am 1. Mai startete die Badesaison am Baggersee in Kriessern.

Kapo SG
Die Nager greifen an, wenn sie sich in die Enge getrieben fühlen. Begegnungen mit Hunden sind immer kritisch, weil viele junge Biber von Hunden getötet werden, sind sie ihnen gegenüber feindselig gesinnt. (Symbolbild)

Die Nager greifen an, wenn sie sich in die Enge getrieben fühlen. Begegnungen mit Hunden sind immer kritisch, weil viele junge Biber von Hunden getötet werden, sind sie ihnen gegenüber feindselig gesinnt. (Symbolbild)

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Darum gehts

  • Seit dem 1. Mai ist die Badesaison beim Baggersee in Kriessern SG eröffnet.

  • Der örtliche Bademeister berichtet, dass sich ein Biber beim See angesiedelt hat.

  • Die Biberfachstelle warnt vor Begegnungen mit den Tieren und vor Konfrontationen von Bibern und Hunden.

In Kriessern SG könnte man in Zukunft im Baggersee beim Planschen und Schwimmen einem nicht-menschlichen Mitschwimmer begegnen, nämlich einem Biber. Das Nagetier hält sich zeitweise beim Ufer des Baggersees auf, wie Bademeister Markus Hensch dem «Rheintaler» berichtet.

Bissige Nager attackieren

Die Saison des Baggersees läuft noch keine ganze Woche, nun wird bereits berichtet, dass eine Begegnung mit dem Biber beim Baggersee nicht ausgeschlossen werden kann. Biber-Attacken kommen vor, aber sind eher selten. 20 Minuten berichtete 2017 von einem Vorfall, bei dem ein Achtjähriger zwei Mal gebissen wurde. «Oft kommen Biber auf einen zugeschwommen, um zu sehen, was vor ihnen im Wasser schwimmt», teilt die Biberfachstelle der Zeitung mit. In den letzten drei Jahren wurden lediglich drei Biberbisse gemeldet.

Biber beim Schwimmen ausweichen

Biber sind nicht scheu, sind aber wie alle Wildtiere und wehren sich, wenn sie sich in die Enge getrieben fühlen. Damit der Schwimmgang im künstlich errichteten See nicht in der Notaufnahme endet, hat die Biberfachstelle Verhaltensregeln mit den Nagetieren verfasst. «Nimmt man beim Schwimmen einen Biber in der Nähe wahr, soll man nicht auf das Tier zuschwimmen, sondern ihm ausweichen und ruhig weiterschwimmen», so die Biberfachstelle zur Zeitung.

Damit man auf sich aufmerksam machen kann, soll man ruhig mit dem Biber reden und jegliche hektischen Bewegungen vermeiden. Biber schlagen als Warnung mit ihrem Schwanz auf das Wasser, aus diesem Grund darf man auf keinen Fall mit den Armen auf das Wasser schlagen. Es empfiehlt sich, sich vom Biberbau fernzuhalten.

Hunde und Biber vertragen sich nicht

Kritisch sind Begegnungen von Bibern mit Hunden. «Jungbiber werden immer wieder von Hunden getötet. Biber greifen Hunde daher an, selbst wenn jene wesentlich grösser sind als sie selbst», so die Biberfachstelle zur Zeitung.

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