Aktualisiert 08.08.2016 15:27

Reinach/Arlesheim BL«Biber tragen viel zur Artenvielfalt bei»

Ein Leser-Reporter hat am Sonntag einen Biber an der Birs entdeckt. Laut Pro Natura leben rund 20 Tiere in der Region.

von
fh

Friedlich sitzt der pelzige Nager am Ufer der Birs, putzt sich und sucht nach Ästen für seinen Bau. Leser-Reporter Sven Niederhauser konnte diesen eher seltenen Moment mit dem Handy festhalten. «Ich habe noch nie einen Biber gesehen», so Niederhauser. Rund 20 Biber haben sich laut Pro Natura in der Region Basel angesiedelt und leben an den Ufern von Flüssen und Bächen. Mit dem Projekt Hallo Biber setzt sich die führende Organisation für Naturschutz in der Schweiz seit 16 Jahren für den Schutz und die Ansiedlung von Bibern ein.

Einen Biber in freier Wildbahn zu sehen ist laut Pro Natura-Mediensprecher Roland Schuler mit viel Glück verbunden, jeodch nichts Aussergewöhnliches. Obwohl die Tiere tendenziell nachtaktiv sind, lassen sie sich auch tagsüber blicken. «In der Dämmerung lassen sich die Nager besonders gut beobachten». erklärt Schuler.

Wenig gravierende Schäden

Biber fühlen sich in natürlichen ungestörten Flüssen am wohlsten. Zusammen mit den Behörden und den Kraftwerkbetreibern hat Pro Natura geeignete Lebensräume geschaffen und so die Rückkehr des Bibers in die Birs ermöglicht. Dieser bringt einen grossen Nutzen für die Umwelt, indem er durch die Stauung von Bächen und dem Bau seiner Nester die Ufer der Fliessgewässer ökologisch aufwertet.

«Biber tragen viel zur Artenvielfalt bei», erzählt Schuler. Immer wieder erobern sie dabei auch suboptimale Lebensräume. Schäden wie gefällte Bäume oder zerstörte Felder entstehen dabei jedoch selten. Lediglich zwei Prozent der Schäden durch Wildtiere gehen auf das Konto der Nager. «Biber verursachen wenig gravierende Schäden», so Schuler. Ausschlaggebend sei vor allem die Weidevegetation. «Sind genügend Kräuter, Äste und Weidegebüsch vorhanden besteht für Bäume keine Gefahr», ergänzt er.

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