Olten SO – Biber wird angefahren und schwer verletzt auf der Strasse zurückgelassen
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Olten SOBiber wird angefahren und schwer verletzt auf der Strasse zurückgelassen

Eine Solothurner Polizistin fand am Samstag einen verwundeten Biber. Aufgrund seiner abgebrochenen Zähne liegt nahe, dass er angefahren wurde.

von
Zoé Stoller
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Dieser Biber wurde vermutlich am Samstag angefahren und auf einer Strasse in Olten zurückgelassen.

Dieser Biber wurde vermutlich am Samstag angefahren und auf einer Strasse in Olten zurückgelassen.

Kantonspolizei Solothurn / Instagram: kaposolothurn
Eine Mitarbeiterin der Kantonspolizei Solothurn fand das Tier und kümmerte sich darum.

Eine Mitarbeiterin der Kantonspolizei Solothurn fand das Tier und kümmerte sich darum.

Kantonspolizei Solothurn / Instagram: kaposolothurn
Zusammen mit dem Jagdaufseher der Stadt Olten brachte die Polizei den Nager erst in eine Tierarztpraxis.

Zusammen mit dem Jagdaufseher der Stadt Olten brachte die Polizei den Nager erst in eine Tierarztpraxis.

Kantonspolizei Solothurn / Instagram: kaposolothurn

Darum gehts

  • Die Kantonspolizei Solothurn fand einen Biber auf einer Strasse in Olten.

  • In der Tierarztpraxis stellte sich heraus, dass das Tier schwere innere Verletzungen aufwies und abgebrochene Schneidezähne hatte.

  • In der Stiftung Wildstation Landshut in Utzenstorf (BE) wurde der Biber schliesslich erlöst.

Eine Mitarbeiterin der Kantonspolizei Solothurn fand am Samstagnachmittag in Olten an der Gäustrasse einen verwundeten Biber. «Da er sich offensichtlich nicht in seiner bevorzugten Umgebung aufhielt, eilten wir ihm zu Hilfe und haben dabei festgestellt, dass er verletzt ist», schreibt die Kantonspolizei auf Instagram. Laut Martin Roth, dem Jagdaufseher der Stadt Olten, sei der Biber apathisch gewesen. «Dass er nicht vor den Menschen flüchtete, war für uns ein klares Zeichen, dass etwas nicht stimmte», sagt Roth.

Man habe noch am Fundort bemerkt, dass er am Bein verletzt war. «Seine Schneidezähne waren abgebrochen. Aus diesem Grund vermuten wir, dass der Biber angefahren und am Kopf am stärksten getroffen wurde», so der Jagdaufseher. Er vermutet, dass das Männchen zwischen ein und zwei Jahre alt gewesen sei.

«Auch geringe Kollisionen sollten gemeldet werden»

Die Kantonspolizei Solothurn brachte den Nager umgehend in eine Tierarztpraxis, wo er untersucht wurde. Dort stellte sich heraus, dass er neben den abgebrochenen Zähnen starke innere Verletzungen erlitten hatte. Der Biber fand schliesslich Unterschlupf in der der Stiftung Wildstation Landshut in Utzenstorf (BE), die verletzte, kranke oder verwaiste einheimische Wildtiere aufnimmt. Dort wurde der Nager kurz darauf eingeschläfert.

Roth erklärt, dass in seinem Gebiet jährlich etwa zwei bis drei Biber angefahren werden. «Leider finden wir sie meistens tot vor oder sie haben überhaupt keine Überlebenschancen mehr.» Laut der Solothurner Kantonspolizei gibt es pro Jahr zirka 1000 Kollisionen zwischen Fahrzeugen und Wildtieren im Kanton Solothurn. «Auch geringe Kollisionen sollten gemeldet werden, damit den Tieren unnötige Schmerzen erspart bleiben. Wir betrachten es nicht nur als eine gesetzliche, sondern auch als eine moralische Pflicht, Kollisionen mit Wildtieren ausnahmslos und unverzüglich zu melden. Wer dies unterlässt oder die Kollision erst nachträglich meldet, macht sich gemäss Strassenverkehrsgesetz (SVG) strafbar», schreibt die Kantonspolizei auf Instagram.

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