Aktualisiert 30.10.2013 21:39

Biber-MekkaBiber-Zone: Die Stadt baut auf gute Nachbarschaft

Holzspäne und gefällte Bäume: Damit
sich Stadtberner und Stadtbiber gut vertragen, sorgen die Behörden vor.

von
Sonja Mühlemann
Die Berner Biber bauen ihre Dämme der Aareschlaufe entlang - mit bester Aussicht vom Marzili aufs Bundeshaus.

Die Berner Biber bauen ihre Dämme der Aareschlaufe entlang - mit bester Aussicht vom Marzili aufs Bundeshaus.

Bern mausert sich zum Bibermekka: Entlang der Aare­schlaufe knabbern bereits ge­gen 25 der Grossnager an Bäumen und bauen fleissig ihre Dämme. Nun wurde auch das letzte freie Revier in Beschlag genommen: Mit Hilfe seiner Familie baut ein Jungtier seit einigen Wochen an einem Damm im Dalmazibach.

Und kriegt es gleich mit der Behörde zu tun: Damit es keinen Zwist mit den menschlichen Nachbarn gibt, weist die Stadt dem Tier einen sogenannten Toleranzbereich zu. «Bis zum Dählhölzli darf er Dämme bauen und Wasser stauen, wie er mag», sagt Sabine Tschäppeler, Leiterin der Fachstelle für Natur «ohne dass die Gefahr besteht, dass die Keller überflutet werden.»

Bauen nur in Zone erlaubt

Damit der Biber auch nicht in fremden Gärten «wildert», und etwa Obstbäume fällt, will die Stadt in den kommenden Wochen frische Weiden – die Leibspeise der Biber – entlang des Aare-Ufers pflanzen. «Als Vorsichtsmassnahme empfehlen wir aber, die Stämme der Obstbäume mit Drahtgeflechten zu schützen», so Tschäppeler.

Sollte sich der Biber im Dalmazibach nicht an die Auflagen der Stadt halten, werden seine nicht zonenkonformen Bauten weggeräumt. Er selbst darf aber bleiben.

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