Aktualisiert 05.11.2013 11:03

Fleissige KerlchenBiberfamilie baut neue Burg im Marzili

Manchmal muss schnell ein neuer Unterschlupf her: Die Biberfamilie im Berner Marzili legt ein hohes Tempo vor. Ein Film zeigt, wie geschickt sie dies macht.

von
Sonja Mühlemann

Mutter, Vater und Baby-Biber Max schichten seit zwei Wochen Ast auf Ast - ihre neue Burg kann sich sehen lassen. «Als ich das letzte Mal daran vorbeiging, war sie schon recht hoch», erzählt Christof Angst von der Biberfachstelle.

Schock verdaut

Die fleissige Mithilfe von Baby-Biber Max zeigt, wie gut es ihm wieder geht. Offenbar hat er sein Erlebnis von Juni gut verdaut - damals musste ihn ein Wildhüter aus dem Aare-Rechen in der Matte retten. Beinahe wäre der Jungbiber unter die automatische Putzmaschine geraten.

Biber sollen «zonenkonform» bauen

Die Berner Aareschlaufe mausert sich sowieso zum regelrechten Bibermekka: Ge­gen 25 der Grossnager knabbern an Bäumen und bauen fleissig ihre Dämme. Vor wenigen Tagen wurde auch das letzte freie Revier in Beschlag genommen: Ebenfalls mit familiärer Unterstützung baut ein Jungtier an einem Damm im Dalmazibach.

Und bekam es vergangene Woche auch gleich mit der Behörde zu tun: Damit es keinen Zwist mit den menschlichen Nachbarn gibt, weist die Stadt dem Tier einen sogenannten Toleranzbereich zu. «Bis zum Dählhölzli darf er Dämme bauen und Wasser stauen, wie er mag», sagte Sabine Tschäppeler, Leiterin der Fachstelle für Natur «ohne dass die Gefahr besteht, dass die Keller überflutet werden.» Alle Bauten, die ausserhalb der Zone liegen, werden weggeräumt.

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