Biblische Namen sind noch immer in
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Biblische Namen sind noch immer in

Je 36 Luzerner Neugeborene sind 2006 auf die Namen Sarah beziehungsweise Simon getauft worden. Sarah liegt somit bereits seit neun Jahren auf Platz 1 – doch der wirkliche Spitzenreiter heisst Laura.

Letztes Jahr wurden im Kanton Luzern 3558 Kinder geboren, 133 mehr als im Jahr 2005 und so viele wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Von ihnen wurden je 36 Mädchen und Jungen auf die Namen Sarah beziehungsweise Simon getauft. Auf den nächsten Rängen folgen Laura (32) und Lena (28) sowie Noah (30) und David (27). «Sarahs Spitzenplatz hat statistische Ursachen», sagt Max Grütter, wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Amt für Statistik des Kantons Luzern. Denn darin würden mit Sarah, Sara, Sahra und Zara gleich vier Namen zusammengenommen. «Würde man diese alle einzeln erfassen, wäre Laura auf Platz eins», so Grütter.

Bei den Jungs wechseln sich Simon und David seit Jahren an der Spitze ab.

Der längste Name, der 2006 ein Kind bekommen hat, ist tamilischen Ursprungs und nicht weniger als 14 Buchstaben lang. Grütter: «Weil er aber nur einmal einem Kind gegeben wurde, können wir ihn aus Gründen des Datenschutzes nicht veröffentlichen.»

Wie würden Sie Ihr Kind taufen?

Jolanda Bachmann (17), Inwil

Wie meine Kinder heissen sollen, habe ich mir noch nicht überlegt. Für mich spielt es aber keine Rolle, welche Namen gerade angesagt sind. Sie müssen einfach schön klingen und beiden Elternteilen gefallen.

Benji Vonlanthen (18), Luzern

Dass immer die gleichen Namen an der Spitze sind, zeugt nicht gerade von grossem Einfallsreichtum. Mein Sohn müsste Moses heissen. Dieser Name ist nicht so weit verbreitet und tönt vor allem auf Englisch cool.

Sonja Amstad (24), Sarnen

Sarah und Simon gefallen mir nicht unbedingt. Meine Kinder würde ich Jara oder Manuel taufen. Das müsste ich dann aber zuerst noch mit dem Vater besprechen. Der darf schliesslich auch Vorschläge machen.

Mario Stübi

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