Nordkorea warnt USA - «Biden hat einen grossen Fehler gemacht»
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Nordkorea warnt USA«Biden hat einen grossen Fehler gemacht»

US-Präsident Joe Biden setzt im Umgang mit Nordkorea auf Diplomatie und Abschreckung. Pyongyang reagiert und warnt die USA vor einer «ernsthaften Situation».

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Seine Regierung hat auf die Rede von US-Präsident Joe Biden reagiert: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un. (Archivbild)

Seine Regierung hat auf die Rede von US-Präsident Joe Biden reagiert: Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un. (Archivbild)

KCNA via REUTERS
US-Präsident Joe Biden hat in seiner Rede vor dem Kongress Nordkorea als «ernsthafte Bedrohung» für die Sicherheit der USA und der Welt bezeichnet. 

US-Präsident Joe Biden hat in seiner Rede vor dem Kongress Nordkorea als «ernsthafte Bedrohung» für die Sicherheit der USA und der Welt bezeichnet.

AFP/Jim Watson
Nordkorea provoziert die USA regelmässig mit Raketentests. (Archivbild)

Nordkorea provoziert die USA regelmässig mit Raketentests. (Archivbild)

AFP/KCNA

Darum gehts

  • Die Regierung von Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat den USA einen schweren Fehler vorgeworfen.

  • Sie reagiert damit auf die Rede des US-Präsidenten Joe Biden, in welcher er Nordkorea als «ernsthafte Bedrohung» bezeichnet hat.

  • Die USA stehen vor der Veröffentlichung der neuen Politik gegenüber Nordkorea.

Die selbst erklärte Atommacht Nordkorea hat US-Präsident Joe Biden wegen seiner Warnung vor ihrem Kernwaffenprogramm einen schweren Fehler vorgeworfen und mit Konsequenzen gedroht. Die Grundaussage der neuen Nordkorea-Politik der USA sei jetzt klar geworden, erklärte ein hochrangiger Beamter des Aussenministeriums in Pyongyang am Sonntag in Anspielung auf die Rede Bidens vor dem US-Kongress vor einigen Tagen. Darin hatte Biden Nordkorea als «ernsthafte Bedrohung» für die Sicherheit der USA und der Welt bezeichnet.

Die Kritik Pyongyangs erfolgte vor der Veröffentlichung der neuen US-Politik gegenüber Nordkorea. Die Sprecherin des Weissen Hauses, Jen Psaki, hatte zuletzt bestätigt, dass die Überprüfung der Politik jetzt abgeschlossen sei. Das Ziel bleibe die komplette Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel. Unter Denuklearisierung verstehen die USA die Abrüstung des nordkoreanischen Atomwaffenarsenals. Biden betonte in seiner Rede, seine Regierung werde mit Nordkoreas Bedrohungen «durch Diplomatie und strikte Abschreckung» umgehen.

«Konstante Erpressung»

Der Leiter der Abteilung für US-Angelegenheiten im nordkoreanischen Aussenministerium, Kwon Jong-gun, bezeichnete Bidens Äusserungen als nicht tolerierbar. Biden habe «im Licht der heutigen Sichtweise einen groben Fehler begangen», wurde Kwon von den Staatsmedien zitiert. Nordkorea werde gezwungen sein, entsprechende Massnahmen zu ergreifen, «und mit der Zeit werden sich die USA in einer sehr ernsten Situation wiederfinden».

Wie es von Pyongyang üblich ist, warf Kwon den USA eine feindselige Politik und «konstante nukleare Erpressung» vor. Die Entwicklung von Atomwaffen verteidigte Kwon als Recht auf Selbstverteidigung. Nordkorea ist wegen seines Atomprogramms harten internationalen Sanktionen unterworfen. Unter anderem entwickelt es auch Langstreckenraketen, die besonders von den USA als Gefahr wahrgenommen werden.

Die neue Politik gegenüber Nordkorea stelle «einen angemessenen, praktischen Ansatz für die Diplomatie mit Nordkorea dar, mit dem Ziel, die Bedrohung für die USA zu beseitigen», zitierte die «Washington Post» einen hochrangigen US-Regierungsbeamten. Details wurden zunächst nicht bekannt.

«Würde von Kim Jong-un verletzt»

Bidens Nationaler Sicherheitsberater, Jake Sullivan, reagierte auf die Drohung Pyongyangs am Sonntag mit moderaten Tönen. «Unsere Politik gegenüber Nordkorea zielt nicht auf Feindseligkeit ab, sondern auf Lösungen», sagte Sullivan dem Fernsehsender ABC. Die US-Regierung sei bereit, auf diplomatischem Weg auf das Ziel einer Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel hinzuarbeiten, und gleichzeitig «praktische Massnahmen» vorzunehmen, die helfen könnten, auf dem Weg zu diesem Ziel Fortschritte zu machen.

In einer separaten Erklärung warf das Aussenministerium in Pyongyang den USA im Zusammenhang mit einer Mitteilung des US-Aussenministeriums zur Menschenrechtssituation in Nordkorea vom 28. April auch vor, die Würde von Machthaber Kim Jong-un verletzt zu haben. In der Mitteilung anlässlich der «Freiheitswoche für Nordkorea» hiess es unter anderem: «Wir stehen an der Seite von Millionen Nordkoreanern, deren Würde und Menschenrechte durch einen der repressivsten und totalitärsten Staaten weltweit verletzt werden.»

Nordkoreas Aussenministerium bezeichnete dies als Provokation und «Manifestation der feindseligen Politik». Der isolierten Führung in Pyongyang werden immer wieder schwere Menschenrechtsverstösse vorgeworfen. Nordkorea bestreitet diese.

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(DPA/chk)

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