Angespanntes Verhältnis – Biden und Xi planen «virtuelles Zweiertreffen» per Videochat
Aktualisiert

Angespanntes VerhältnisBiden und Xi planen «virtuelles Zweiertreffen» per Videochat

China ist für die USA die grösste Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Um die angespannte Beziehung zu beruhigen, planen die Staatsoberhäupter nun ein Gespräch per Videochat.

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Die beiden grössten Volkswirtschaften der Welt sind in einen Handelsstreit verstrickt. Jetzt wollen der US-Präsident Joe Biden und der chinesische Staatschef Xi Jinping sich per Videochat verständigen.

Die beiden grössten Volkswirtschaften der Welt sind in einen Handelsstreit verstrickt. Jetzt wollen der US-Präsident Joe Biden und der chinesische Staatschef Xi Jinping sich per Videochat verständigen.

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Es gebe eine «Grundsatzvereinbarung» für ein «virtuelles Zweiertreffen», sagte ein US-Regierungsvertreter am Mittwoch in Washington.

Es gebe eine «Grundsatzvereinbarung» für ein «virtuelles Zweiertreffen», sagte ein US-Regierungsvertreter am Mittwoch in Washington.

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Für Streit sorgt zum Beispiel Chinas Umgang mit der muslimischen Minderheit der Uiguren und mit der Sonderverwaltungszone Hongkong.

Für Streit sorgt zum Beispiel Chinas Umgang mit der muslimischen Minderheit der Uiguren und mit der Sonderverwaltungszone Hongkong.

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Darum gehts

  • Die Beziehungen zwischen den USA und China sind seit Jahren angespannt.

  • Die beiden grössten Volkswirtschaften der Welt sind in einen Handelsstreit verstrickt.

  • US-Präsident Joe Biden und Chinas Staatschef Xi Jinping wollen nun eine Video-Konferenz abhalten.

US-Präsident Joe Biden und der chinesische Staatschef Xi Jinping wollen inmitten angespannter Beziehungen noch in diesem Jahr eine Video-Konferenz abhalten. Es gebe eine «Grundsatzvereinbarung» für ein «virtuelles Zweiertreffen», sagte ein US-Regierungsvertreter am Mittwoch in Washington. «Der Präsident hat gesagt, wie schön es wäre, Xi nach mehreren Jahren wieder zu sehen.»

Der Regierungsvertreter verwies auch auf Medienberichte, wonach Xi nicht zum G20-Gipfel nach Rom Ende Oktober reisen wird. Der Gipfel wäre eine gute Gelegenheit für ein Treffen der beiden Präsidenten gewesen. Beide haben seit Bidens Amtsantritt im Januar schon zwei Mal telefoniert, zuletzt im September.

Angespanntes Verhältnis

Die Beziehungen zwischen den USA und China sind angespannt. Die Biden-Regierung sieht das wirtschaftlich und militärisch aufstrebende China als grösste geopolitische Herausforderung des 21. Jahrhunderts an. Die beiden grössten Volkswirtschaften der Welt sind zudem in einen Handelsstreit verstrickt.

Zuletzt kritisierten die USA das Eindringen chinesischer Kampfflugzeuge in Taiwans Verteidigungsluftraum. Peking wiederum reagierte mit Kritik auf ein U-Boot-Geschäft zwischen den USA, Grossbritannien und Australien, das eine Reaktion auf Chinas Ambitionen im Indopazifik ist. Für Streit sorgt auch Chinas Umgang mit der muslimischen Minderheit der Uiguren und mit der Sonderverwaltungszone Hongkong.

Treffen in Zürich

Bidens Nationaler Sicherheitsberater Jake Sullivan und der chinesische Spitzendiplomat Yang Jiechi trafen sich derweil in der Schweiz. Die Gespräche in Zürich dauerten rund sechs Stunden, wie der US-Regierungsvertreter in Washington sagte.

Sullivan betonte nach Angaben des Weissen Hauses, die USA würden weiter in ihre «nationale Stärke» investieren und eng mit Verbündeten und Partnern zusammenarbeiten, zugleich aber das Gespräch mit chinesischen Regierungsvertretern suchen, um einen «verantwortungsvollen Wettbewerb» sicherzustellen.

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(AFP/mur)

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