Neue Regierung - Biden verwirft Trumps Pläne zur Tiktok-Sperre
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Neue RegierungBiden verwirft Trumps Pläne zur Tiktok-Sperre

Weil die chinesische App Tiktok die «nationale Sicherheit» bedrohe, hat der ehemalige US-Präsident Donald Trump das Unternehmen zum Verkauf zwingen wollen. Nun werden die Massnahmen widerrufen.

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Tiktok gehört zum chinesischen Unternehmen ByteDance.

Tiktok gehört zum chinesischen Unternehmen ByteDance.

20min/Taddeo Cerletti
Die ehemalige US-Regierung unter Trump warf der Videostreaming-Plattform vor, Daten mit der chinesischen Regierung zu teilen.

Die ehemalige US-Regierung unter Trump warf der Videostreaming-Plattform vor, Daten mit der chinesischen Regierung zu teilen.

20min/Taddeo Cerletti
Bei ByteDance beharrte man jedoch darauf, dass  keine Daten an China weitergegeben werden.

Bei ByteDance beharrte man jedoch darauf, dass keine Daten an China weitergegeben werden.

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Darum gehts

  • Unter der Trump-Regierung hätten Tiktok und weitere chinesische Apps gesperrt oder verkauft werden sollen.

  • Sein Nachfolger, US-Präsident Joe Biden, hat diese Pläne nun aber widerrufen.

  • Viel eher sollen neue Richtlinien zum Schutz persönlicher Daten vor Missbrauch aufgestellt werden.

US-Präsident Joe Biden hat die Massnahmen seines Vorgängers Donald Trump gegen Tiktok, WeChat und acht weitere chinesische Apps widerrufen. Statt die beliebten Apps zu verbieten, werde die Regierung die Risiken für «die Nationale Sicherheit und das amerikanische Volk» überprüfen, die von ausländischen Apps ausgehen, erklärte das Weisse Haus am Mittwoch. Das Dekret fordert zudem das Handelsministerium und andere Bundesbehörden auf, Richtlinien zum Schutz persönlicher Daten vor Missbrauch zu entwickeln.

Die Trump-Regierung hatte Tiktok, WeChat und die anderen Apps als «nationales Sicherheitsrisiko» eingestuft. Hintergrund sind Befürchtungen, dass Daten von US-Nutzern bei der chinesischen Regierung landen könnten.

Auf Eis gelegt

Trump hatte einen Verkauf der zum chinesischen Internetkonzern Bytedance gehörenden Plattform Tiktok erzwingen wollen, die mit Kurzvideos enorm populär geworden ist. Die Fristen wurden aber immer wieder verschoben, ausserdem klagte Tiktok erfolgreich vor US-Gerichten. Im Februar legte die Biden-Regierung das Vorhaben dann auf Eis.

Kurz vor dem Ende seiner Amtszeit verbot Trump dann per Dekret weitere chinesische Apps, die in den USA in hoher Zahl heruntergeladen werden. Das Verbot sollte allerdings erst nach dem Amtsantritt seines Nachfolgers Biden in Kraft treten.

Tiktok soll weltweit etwa eine Milliarde Nutzer haben, darunter mehr als 100 Millionen in den USA. Die Video-App ist besonders bei jungen Smartphone-Nutzern und -Nutzerinnen beliebt. WeChat ist eine ebenfalls äusserst populäre «Super-App», die ausser für Chats auch zum Bezahlen, für E-Commerce oder zum Nachrichten-Lesen genutzt werden kann. Betrieben wird sie von dem chinesischen Tech-Giganten Tencent.

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(afp/doz)

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