Aktualisiert 07.10.2018 17:05

EishockeyBiel bleibt die Nummer 1 – Fans träumen vom Titel

Der EHC Biel gewann bislang sieben von acht Meisterschaftsspielen. Während man im Seeland schon vom Meistertitel träumt, ärgern sich die Fans des SC Bern.

von
Raphael Casablanca
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Die Bieler sprinten momentan von Sieg zu Sieg. Aus acht Meisterschaftsspielen resultierten sieben Siege. Zuletzt besiegte das Team den HC Davos.

Die Bieler sprinten momentan von Sieg zu Sieg. Aus acht Meisterschaftsspielen resultierten sieben Siege. Zuletzt besiegte das Team den HC Davos.

Keystone/Juergen Staiger
Auch die beiden Berner Derbys konnten die Bieler für sich entscheiden: Die Bieler haben derzeit einen regelrechten Lauf.

Auch die beiden Berner Derbys konnten die Bieler für sich entscheiden: Die Bieler haben derzeit einen regelrechten Lauf.

Keystone/Valentin Flauraud
«Es fägt im Moment so richtig, EHC Biel-Fan zu sein», sagt Mike (28) aus Biel. Er gehe praktisch an jedes Spiel und habe selten eine solch gute Stimmung im Stadion erlebt.

«Es fägt im Moment so richtig, EHC Biel-Fan zu sein», sagt Mike (28) aus Biel. Er gehe praktisch an jedes Spiel und habe selten eine solch gute Stimmung im Stadion erlebt.

Keystone/Peter Schneider

«Still the number one in the country!» Mit diesen Worten feierte Biels Stadtpräsident Erich Fehr die letzten Erfolge des EHC Biel auf seiner Facebook-Seite. Und er hat allen Grund dazu, denn die Seeländer Hockeyaner sprinten momentan von Sieg zu Sieg. Aus acht Meisterschaftsspielen resultierten sieben Siege, auch die beiden Berner Derbys konnten die Bieler für sich entscheiden. Es ist offensichtlich: Die Bieler haben einen regelrechten Lauf.

«Ich bin EHC-Biel-Fan seit der ersten Stunde und stolzer Besitzer eine Saisonkarte», verkündet Erich Fehr auf Anfrage von 20 Minuten. Durch seinen Beruf als Stadtpräsident komme er zwar nicht dazu, sich alle Spiele seines Vereins anzuschauen, er sagt aber: «Trotzdem besuche ich sicherlich zwei Drittel aller Heimspiele.»

Drei Aspekte zum Erfolg

Zum kontinuierlichen Erfolg der Seeländer sieht Fehr drei Gründe: «Zum einen ist da die Vereinsführung, die seit bald 20 Jahren einen super Job macht und den Verein mit Ruhe und Besonnenheit in die richtige Richtung führt.» Ein anderer Punkt sei, dass sich der EHC Biel auch sportlich weiterentwickelt habe. «Die Mannschaft konnte an ihre gute Leistung vom letzten Jahr anknüpfen und wurde durch Transfers punktuell verstärkt.»

Fehr spielt da auf die beiden Neuzuzuüge im Sturm der Bieler an. Damien Riat und Damien Brunner, beide Nationalspieler, wechselten im Mai 2018 zum EHC Biel und verstärkten die Mannschaft enorm. Alleine Riat schoss in den acht Ligaspielen drei Tore und lieferte drei Assists.

Ein weiterer Punkt für den Erfolg ist laut Fehr die Unterstützung durch die Stadt: «Mit der Tissot Arena, die 2015 eröffnete, kommen nun auch mehr Zuschauer ins Stadion. Und die Unterstützung der Fans ist in Biel einfach grossartig.»

Titelgewinn realistisch

Nicht nur der Stapi kommt nicht mehr aus dem Schwärmen: «Es fägt im Moment so richtig, EHC Biel-Fan zu sein», sagt Mike (28) aus Biel. Er gehe praktisch an jedes Spiel und habe selten eine solch gute Stimmung im Stadion erlebt. «Kein Wunder, wir haben eine richtig gute Mannschaft – das hat man am Wochenende ja gesehen». Wenn man so weiterspiele, sei der erste Titelgewinn seit 1983 realistisch, fügt er an. «Was mich jedoch am meisten freut ist, dass die SCB-Fans mal etwas von ihrem hohen Ross runter kommen müssen!»

«Wir gönnen ihnen den ersten Platz auf keinen Fall.»

Während man sich im Seeland über die Erfolgswelle des EHCB freut, ärgert man sich in Bern – verlor man doch kürzlich das emotionale Derby gegen die Bieler: «Wir gönnen ihnen den ersten Platz auf keinen Fall. Trotzdem muss man sagen, dass sie sich mit ihren Transfers zu einer soliden Mannschaft geformt haben», sagt Martin Eggli vom SCB-Fanclub Bärefüür Seeland.

Stadtpräsident Fehr träumt währenddessen schon von den Playoffs: «Ich denke, dass Biel in den Playoffs eine Heimstärke an den Tag legen wird. Vor unserem Publikum wird es schwer für die Gegner.»

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